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Dirk Vöpel hat den Wahlkreis 117 (Oberhausen-Wesel III) souverän geholt

So hat Dinslaken gewählt : Dirk Vöpel (SPD) bleibt im Bundestag

Der Sozialdemokrat gewinnt seinen Wahlkreis wieder direkt. Die CDU-Kandidatin Marie-Luise Dött wird von den Wählern abgestraft und verliert deutlich. Recht zufrieden sind Grüne und FDP.

Als sich am Abend abzeichnete, dass der SPD-Abgeordnete Dirk Vöpel seinen Wahlkreis Dinslaken - Oberhausen erneut holen würde, und aller Voraussicht nach mit einigem Abstand, gab er sich bodenständig. Und bescheiden. „Es erfüllt mich mich großer Freude und mit Dankbarkeit, die Menschen in Dinslaken und Oberhausen weitere vier Jahre vertreten zu dürfen“, sagte er. „Und auch mit Demut. Man vertritt so viele Menschen und versucht, es richtig zu machen.“ Er erneuerte auch sein Versprechen: Er wolle für die Leute in seinem Wahlkreis da sein, auch ganz unmittelbar. „Ich bin Ansprechpartner für alle, die Probleme mit der Bundespolitik und Politik im Allgemeinen haben.“

Die Stimm-Auszählung war bis zum Redaktionsschluss Sonntagnacht nicht abgeschlossen. Analysen hatten Dirk Vöpel den erneuten Sieg in Dinslaken und Oberhausen im Vorfeld bereits als „sicher“ prognostiziert. Das wusste er natürlich, sah darin jedoch keinen Grund, sich tatsächlich „sicher“ zu fühlen. Umfragen bildeten Stimmungen ab, sagte er: „Stimmungen sind Stimmungen, und Stimmen sind Stimmen“, so Vöpel.

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Auch wollte er sich den Sieg nicht allein auf die Fahnen schreiben: Ihm habe der Bundestrend geholfen, „da braucht man jetzt nicht drum herum zu reden“, sagte er. „Die Partei steht deutlich solider da als vor vier Jahren. Was mich freut!“

Ob Marie-Luise Dött vielleicht doch noch über die Landesliste der CDU in den Bundestags einziehen würde, stand bei Redaktionsschluss ebenfalls noch nicht fest. In ihrem Wahlkreis konnte die CDU-Bundestagskandidatin jedenfalls nicht so punkten, wie sie es sich erhofft hatte. Sie musste im Vergleich zur Bundestagswahl von 2017 deutliche Stimmverluste hinnehmen. Persönlich enttäuscht von ihrem Ergebnis sei sie nicht, sagte sie. „Gegen den Trend kommt man nicht an. Das hier ist das Ruhrgebiet, wenn die SPD hier schon nicht gewinnen würde... Allerdings hätte ich mir ein etwas besseres Ergebnis gewünscht – für mich und auch für meine Partei“, so die Christdemokratin.

Bei der Wahl über die Zehn-Prozent-Marke zu kommen, hatte sich Stefanie Weyland, Bundestagskandidatin der Grünen, schon zum Ziel gesetzt. Und da sie dies laut dem Auszählungsstand am späten Abend auch erreicht hat, ist sie mit ihrem persönlichen Abschneiden zufrieden. Gleiches gilt für das Ergebnis ihrer Partei auf Bundesebene, das historisch hoch sei. Durch ihren Wahlkampf ist die Dinslakenerin mit vielen Menschen in Kontakt gekommen, hat „konstruktive Gespräche geführt und aus ihnen viele Anregungen mitgenommen“, wie sie sagte. Das allein sei für sie schon ein Gewinn gewesen. Den Wahlausgang feierte sie abends im Restaurant Canapé in Dinslaken.

Enttäuscht von seinem Ergebnis und dem seiner Partei zeigte sich Sascha Wagner, der für Die Linke ins Rennen gegangen ist. „Das Ergebnis ist deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, so die Einschätzung des Bundestagskandidaten. „Wir sind mit den Themen nicht zum Wähler durchgedrungen, zudem war es eine stark personalisierte Kanzlerwahl – und dabei sind wir unter die Räder gekommen“, so Wagner.

Auch der FDP-Abgeordnete Roman Müller-Böhm besetzt keinen Listenplatz mehr. Aber er hatte laut Auszählungsstand dennoch mehr Stimmen geholt als im Jahr 2017. „Insofern kann ich für mich sagen: Ich bin zufrieden“, sagte er. „Wir haben gezeigt, dass man trotzdem einen guten Wahlkampf machen kann. Ich freue mich darüber.“

Der Dinslakener AfD-Kandidat Olaf Wilhelm zeigte sich erfreut darüber, dass er mehr Erststimmen errungen habe als es Zweitstimmen für die Partei gab: „Das spricht doch für mich.“