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Dirk Brunokowski neues Schützenkönig des BSV Eppinghoven

Ein Traum ging in Erfüllung : Dirk Brunokowski ist Schützenkönig

57-Jähriger sicherte sich nach einem spannenden Schießen am Pfingstmontag den Regententitel des Bürgerschützenvereins Dinslaken-Eppinghoven. Mit dem 598. Schuss fiel die Entscheidung.

Als das letzte Rumpfstück endgültig fiel, ballte Dirk Brunokowski die Fäuste, umarmte den neben ihm stehenden Schützenwart und küsste seine Frau Erika. Anschließend ließ sich die neue Majestät des BSV Dinslaken-Eppinghoven von seinen Schützenbrüdern in das Festzelt tragen und genoss zu den Klängen des Möllener Tambourcorps die Übergabe der Königskette.

Endlich hatte es Brunokowski im dritten Anlauf geschafft, König in dem Verein, dem er seit 27 Jahren angehört, zu werden. „Das ist einfach nur Wahnsinn, dass ich noch eine Chance erhalten habe“, so der 57-jährige Laborwerker. Sekunden vor dem entscheidenden Schuss hatte es so ausgesehen, dass sein Mitbewerber Ralph Zurhorst seine erste Regentschaft würde feiern können. Der 50-Jährige hatte den bestehenden Restrumpf scheinbar komplett getroffen. Doch tatsächlich blieb noch ein winziges Stück hängen, so dass der Schießmeister mit mehrfachem „Nein“ abwinken musste.

So konnte Brunokowski mit dem insgesamt 598. Schuss – und dem 186. Königsschuss – den Rest herunterholen. „Das muss man sportlich sehen, aber es war trotzdem spannend. Es soll Spaß machen“, konnte sich Zurhorst damit trösten, dass er als Minister der Throngesellschaft mit angehört. Dieses „Schicksal“ teilte er mit dem dritten Kandidaten, Kai-Uwe Laakmann, der bereits 2011 König gewesen war. „Aber hier gibt es niemandem, der das dem anderen nicht gönnt.“

In den Stunden zuvor hatten die Besucher ein echtes Volksfest mit Bungee-Jumping, Kindertombola, Dosenwerfen und anderen Attraktionen erlebt. Die „Großen“ genossen die Gemütlichkeit der Bänke und Tische vor dem Zelt, die Musik des Möllener Tambourkorps und der Walsumer „Edelweiß Musikanten“. „Ich bin sehr zufrieden, wir hatten viel Glück mit dem Wetter“, bilanzierte BSV-Vorsitzender Josef Köffer.

Am Pfingstsamstag hatten sich die Schützen an der Gaststätte „Westermann“ am Alt-Stapp getroffen. Beim Prinzenschießen der Vereinsjugend hatte sich Jonathan Krahn mit dem 418. Schuss die Königswürde gesichert, am Abend rockte die Partyband „2-night“ das Festzelt. Der Sonntag bot nach dem Festgottesdienst die gleiche entspannte Volksfest-Atmosphäre. Die Formation „Cesare Acoustic“ bot am Nachmittag Unplugged-Musik. Und für den scheidenden König Mossadek Ben Mohamed und seiner Königin Andrea gab es den „Großen Zapfenstreich“ am Festzelt und den Festball mit Gastvereinen und der Partyband „Public Affairs“.

Der so fröhlich Verabschiedete meinte nach seiner Ablösung: „Ich habe meine Aufgabe und unsere Zeit sehr genossen.“ Und er unterstrich die Stärke der BSV-Gemeinschaft und die Bedeutung des Vereins für die Ortschaft. „Es ist ein echtes Familienfest – und nicht nur ein Schützenfest. Der Verein ist eine Familie.“

(aflo)