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Dinslakens Beigeordnete vereidigt: Tagrid Yousef und Dominik Bulinski

Sie wollen die Stadt weiter nach vorn bringen : Bürgermeisterin vereidigt die neuen Beigeordneten

Tagrid Yousef und Dominik Bulinski erhielten im Dinslakener Rathaus ihre Urkunden. Anfang Juli treten sie ihren Dienst in der Stadtverwaltung an. An der Feierstunde nahm auch der künftige Kämmerer Achim Thomae teil.

Es passiert nicht oft, dass in einer Verwaltung beinahe zeitgleich drei neu gewählte Beigeordnete ihren Dienst antreten. In Dinslaken ist das der Fall. Am 1. Juli nehmen Tagrid Yousef und Dominik Bulinkski ihre Arbeit in der Stadtverwaltung auf. Einige Zeit später wird Achim Thomae zu ihnen stoßen. Er hofft, zum 1. August seine Arbeit als Kämmerer aufnehmen zu können, doch sein genaues Eintrittsdatum ist noch von einigen behördlichen Abstimmungen abhängig.

Zu einer kleinen Feierstunde, die im Ratssaal des Rathauses stattfand, hatten sich am Montag die drei neuen Beigeordneten, einige ihrer Familienangehörigen, Freunde und Wegbegleiter sowie Bürgermeisterin Michaela Eislöffel und weitere Verwaltungsmitarbeiter eingefunden. Die Vereidigung der Sozialdezernentin und Zweiten Beigeordneten Tagrid Yousef und des Planungsdezernenten Dominik Bulinski stand an. Für beide sicherlich ein mit Emotionen verbundener Augenblick, wie die Verwaltungschefin anmerkte. Sie freute sich, das Trio, das mit ihr den Verwaltungsvorstand bildet, um sich zu haben. Das Interesse im Rathaus, die Neuen kennenzulernen, sei groß, sagte die Bürgermeisterin. Denn die Neubesetzung von Stellen sei mit Hoffnungen verbunden, manchmal auch mit Sorgen und Ängsten.

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Einzeln wurden dann die neue Dezernentin und ihr Kollege vereidigt, zuerst Tagrid Yousef, dann Dominik Bulinksi. Die Bürgermeisterin sprach die Gelöbnis-Formel vor, die dann von den beiden Beigeordneten wiederholt wurde. Sie gelobten, das ihnen übertragene Amt nach bestem Wissen und besten Kräften zu erfüllen, Verfassung und Gesetze zu befolgen und zu verteidigen, ihre Pflicht zu erfüllen und Gerechtigkeit gegenüber jedermann zu üben. Während Tagrid Yousef ihren Schwur mit den Worten „so wahr mir Allah helfe“ bekräftigte, wählte Dominik Bulinski die Worte „so wahr mir Gott helfe“. Im Anschluss erhielten die beiden Vereidigten ihre Urkunden, ein Präsent, den Schlüssel zum Rathaus und einen Blumenstrauß aus den Händen der Bürgermeisterin.

Nach seinem Dienstantritt will der neue Planungsdezernent seine Verwaltungskollegen kennenlernen und auch die politischen Vertreter, wie er am Rande der Feierstunde sagte. Er setzt auf eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Zudem steht eine Bestandsanalyse an. Bulinksi freut sich auf seine Tätigkeit in Dinslaken und spricht von einer „tollen Aufgabe“, die ihn erwartet.

Auch die Sozialdezernentin Tagrid Yousef will in den ersten Tagen nach ihrem Dienstantritt am 1. Juli möglichst viele Mitarbeiter kennenlernen und sich mit ihnen austauschen. Die künftige Verwaltungsspitze bezeichnete sie als ein junge Gruppe, in der alle Beigeordneten neu seien und viel Erfahrung einbringen würden. „Wir werden gemeinsam Ideen und Konzepte entwickeln, um Dinslaken nach vorne zu bringen“, sagte Yousef. Ganz wichtig sind der Sozialdezernentin die Bereiche Jugend und Bildung.

Im Zuge seiner Bewerbung um das Amt des Kämmerers hat sich Achim Thomae, dessen Vereidigung noch nicht stattfand und später erfolgt, mit den Dinslakener Verhältnissen vertraut gemacht. Um sich einen Eindruck zu verschaffen, studierte er Verwaltungsvorlagen und Haushaltsunterlagen. Und natürlich ist auch er durch die Stadt gefahren und hat sich umgesehen. Nach seiner Einschätzung nehmen der Freizeit- und der Kulturbereich einen hohen Stellenwert im kommunalen Leben ein. In der Stadtentwicklung sei bereits viel passiert, so habe sich der Bereich am Neutor in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Mit der Kommunalpolitik will er intensive Gespräche führen.

Die finanzielle Situation der Kommune sieht nach Einschätzung des künftigen Kämmerers nicht gerade rosig aus. Zwei weitere Probleme, die er bereits ausgemacht hat, sind die Wartezeiten bei den Bürgerdiensten und die Digitalisierung. Sicher ist sich der künftige Erste Beigeordnete, der auch allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin ist, dass das neue Team der Verwaltungsspitze die anstehenden Herausforderungen und Aufgaben stemmen wird. Sein erklärtes Ziel ist es, „die Stadt liebens- und lebenswert zu erhalten und zukunftsfähig zu machen“.