Haftbefehl erlassen Flucht endet für Dinslakener im Gleisbett

Dinslaken/Köln · Messer in der Jacke, Alkohol im Blut und dann mit Vollgas ins Gleisbett: Die abenteuerliche Flucht eines Dinslakeners vor der Polizei.

 Mit einem betrunkenen Autofahrer aus Dinslaken bekam es eine Kölner Polizeistreife zu tun.

Mit einem betrunkenen Autofahrer aus Dinslaken bekam es eine Kölner Polizeistreife zu tun.

Foto: dpa/Carsten Rehder

Die Polizei Köln hat am Donnerstagabend in der Innenstadt einen 29-jährigen Autofahrer nach diversen Verkehrsdelikten festgenommen. Gegen den gebürtigen Dinslakener lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Duisburg vor. Gegen 23 Uhr wartete eine Streifenwagenbesatzung an einer roten Linksabbieger-Ampel. Von hinten raste der 29-Jährige auf den Polizeiwagen zu und kam mit quietschenden Reifen erst knapp hinter dem Dienstfahrzeug zum Stehen. Als die Polizisten ausstiegen, gab der Mann rückwärts Vollgas. Nach 200 Metern verlor der Fahrer die Kontrolle über das Auto und fuhr sich in dem parallel zur Straße verlaufenden Gleisbett fest.

Von den Beamten zur Rede gestellt, räumte der 29-Jährige ein, „stressbedingt eine Flasche Schnaps“ getrunken zu haben. Einen Führerschein konnte er nicht vorweisen. Erst kürzlich war gegen ihn eine Fahrerlaubnissperre beantragt worden. Hintergrund des gegen den Ertappten vorliegenden Strafvollstreckungshaftbefehls: fortgesetztes Fahren ohne Fahrerlaubnis. In der Jackentasche des Mannes fanden die Polizisten ein Messer. Das Auto hatte dessen Halter in der vergangenen Woche abgemeldet. Die daran angebrachten Solinger Kennzeichen wurden am 18. März als gestohlen gemeldet.

Die Beamten vollstreckten den Haftbefehl gegen den Mann. Auf der Wache wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Wegen des Vorwurfs der Straßenverkehrsgefährdung unter Alkoholeinfluss, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, des Verdachts des Kennzeichendiebstahls und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz hat er sich nun zusätzlich zu verantworten.