Dinslakener Stadtwerke versprechen ihren Kunden konstante Preise

Geschäfte in China angestrebt : Stadtwerke versprechen Kunden konstante Preise

Das kommunale Unternehmen erwirtschaftete einen Gewinn von 22,7 Millionen Euro, die Stadt Dinslaken erhält 15 Millionen.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2018 ist für die Stadtwerke Dinslaken so gut wie nie gewesen, berichtet deren Geschäftsführer Josef Kremer. Der Konzernabschluss weist nach seinen Worten bei einem Umsatz von 221 Millionen Euro ein Ergebnis nach Steuern von 22,7 Millionen Euro aus. Davon wird auch die Stadt Dinslaken profitieren, denn die Stadtwerketochter wird der Kommune einen dicken Batzen des erwirtschafteten Gewinns überweisen: 15 Millionen Euro. Und auch 2019 soll für die Stadtwerke ein gutes Geschäftsjahr werden. Kremer ist zuversichtlich dass dies gelingt, denn das Unternehmen mit seinen Tochtergesellschaften und Beteiligungen sieht er gut aufgestellt. „Die Entwicklung läuft auf soliden Bahnen“, erklärte er am Donnerstag. bei der Jahrespressekonferenz.

Als Grund für den geschäftlichen Erfolg führt Josef Kremer an, dass das Unternehmen seine Hausaufgaben frühzeitig gemacht habe, einer der günstigsten Versorger bei Strom, Gas und Wasser in der Region sei (allerdings nicht der „Billigheimer“), der den Kunden günstige Preise und einen verlässlichen Service biete, für sie an 365 Tagen im Jahr vor Ort da sei. Seine Preise will das Unternehmen auch nächstes Jahr relativ konstant halten, losgelöst von Netzentgelten beim Strom. Dies sei möglich, weil das Unternehmen langfristig eingekauft habe. Wenn alles so bleibe und sich die Rahmenbedingungen nicht gravierend änderten, „können wir konstant bleiben“, so Geschäftsführer Josef Kremer. Erklärtes Ziel ist es, bei den Preisen langfristig ein günstiges Niveau zu halten. Dies werde von den Kunden honoriert. Durch die Preisgestaltung des Unternehmens gebe es kaum noch Kundenverluste in Dinslaken. Es sei sogar gelungen, einige abgesprungene Kunden zurückzugewinnen, die mit Billiganbietern Schiffbruch erlitten hätten.

Zu den Projekten, an denen der kommunale Versorger arbeitet, gehört das geplante Dinslakener Holz-Energiezentrum (DHE), das sich gegenwärtig im Genehmigungsverfahren befindet. Der Eröterungstermin wird für September/Okotober angestrebt. Ende 2019 soll der Baubeschluss vorliegen. Frühester Baubeginn könnte Februar 2020 sein. Die Anlage soll nach den bisherigen Planungen im vierten Quartal des Jahres 2022 in Betrieb gehen. Durch das DHE sollen pro Jahr 125.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Stadtwerke-Chef Josef Kremer hat China weiterhin als Betätigungsfeld im Blick und ist zuversichtlich, dass das Unternemen dort bald Geschäfte macht. 2018 reiste eine Delegation der Stadtwerke ins chinesische Nanjing, intensivierte Kontakte lotetet Möglichkeiten in Asien aus. Nun gibt es eine Anfrage von dort zum Aufbau der Fernwärmeversorgung eines neuen Stadtviertels für 1,5 Millionen Einwohner. Ein Projekt über eine Milliarde Euro, bei dem die Stadtwerke die Beratung übernehmen würden, um es mit einem Partner zu realisieren. Josef Kremer ist zuversichtlich, dass der Vertrag Ende dies Jahres vorliegt.

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