Dinslakener Schulausschuss stimmt dem Kompromiss zu

Entwicklung der Schullandschaft : Ausschuss stimmt dem Schul-Kompromiss zu

Realschule Hiesfeld und Friedrich-Althoff-Sekundarschule haben einen Konsens gefunden.

Die Realschule im Gustav-Heinemann-Zentrum (GHZ) hat dem Kompromiss zum Erhalt des Schulfriedens in Dinslaken bereits zugestimmt. Bei der Friedrich-Althoff-Sekundarschule (FAS) steht die Entscheidung der Schulkonferenz noch aus, doch hat sich die Lehrerkonferenz bereits für den gefundenen Konsens ausgesprochen. Es spricht also vieles dafür, dass die FAS-Schulkonferenz den Konsens akzeptieren wird. Dies berichtete Dinslakens Schuldezernentin Christa Jahnke-Horstmann in der Sitzung des Schulausschusses, der am Donnerstag im Rathaus tagte. Das Gremium sprach sich mehrheitlich (bei vier Gegenstimmen der CDU) dafür aus, den gefundenen Konsens in einen Ratsbeschluss zur Entwicklung der Dinslakener Schulstandorte zu fassen. Der Stadtrat wird darüber dann am 26. März entscheiden.

In seiner Dezembersitzung 2018 hatte der Stadtrat entschieden, die FAS auslaufen zu lassen, die Realschule Hiesfeld in den Volkspark zu verlegen, um im GHZ Platz für die dort neu zu gründende zweite Gesamtschule zu schaffen. Diese Beschlüsse führten zu Protesten aus beiden betroffenen Schulen. Die Realschule wollte nicht, wie vorgesehen. sukzessive umziehen und dann an zwei Standorten vertreten sein. Die FAS hatte gefordert, als Schule am angestammten Standort Volkspark auslaufen zu können. Da die Anliegen beider Schulen nicht zugleich erfüllt werden konnten, musste ein Konsens gefunden werden, sollte der Schulfrieden nicht in Gefahr geraten.

Der gefundene Kompromiss sieht folgende Regelungen vor: In zwei Schritten, beginnend mit dem Schuljahr 2021/2022, wird die Realschule an ihren künftigen Standort im Volkspark verlegt und dort das Gebäude der auslaufenden Sekundarschule beziehen. Zuerst werden neben den Eingangsklassen der Jahrgangsstufe 5 die Jahrgänge 6 und 7 an den neuen Standort im Volkspark verlagert. Ab diesem Zeitpunkt soll die Schule dann den Namen Gustav-Heinemann-Realschule der Stadt Dinslaken tragen. Die Jahrgänge 9 und 10 werden zum Schuljahr 2022/2023 Hiesfeld verlassen und in den Volkspark umziehen. Die auslaufende FAS bildet ab dem Schuljahr 2019/2020 keine Eingangsklassen mehr. Zum Schuljahr 2022/2023 werden die beiden letzten Jahrgänge 9 und 10 ihren angestammten Standort im Volkspark verlassen und ins Gustav-Heinemann-Zentrum in Hiesfeld umsiedeln. Der Umzug erfolgt also zwei Jahre vor dem Auslaufen der Sekundarschule, betroffen sein werden dann sieben Klassen.

Die vier CDU-Mitglieder des Schulausschusses wollten diesem Kompromiss nicht zustimmen. Ihrer Ansicht nach hätte die Realschule in Hiesfeld bleiben sollen. Die SPD zeigte sich sehr zufrieden und sehr dankbar, wie ihr Sprecher Helmut Weinreich sagte, dass die beiden Schulen einen Kompromiss gefunden haben. Der neue Beschluss, durch den die Ratsentscheidung vom 18. Dezember aufgehoben und ersetzt wird, soll die Umsetzung des Kompromisses ermöglichen.

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