Dinslakener CDU-Fraktion kritisiert Plakate für Martinikirmes

Christliche Tradition: CDU sauer: Kirmesplakate ohne Bezug zu St. Martin

Verärgert ist die CDU-Fraktion über das Werbeplakat für die diesjährige Martinikirmes, die vom 9. bis 13. November stattfindet. Denn darauf fehlt jeglicher Bezug zum Heiligen Martin. Fabian Schneider, Pressesprecher der CDU-Fraktion: „Es wurde dringend Zeit, dass die Plakate und damit die Werbung für unsere Martinikirmes überarbeitet und neu gestaltet wurden.

Aber dass nun ausgerechnet der Heilige Martin auf den Plakaten nicht mehr zu sehen ist, ist absurd, da es sich um eine Martinikirmes handelt.“ Auf der Homepage der Stadt Dinslaken heiße es: Die Dinslakener Martinikirmes und der Martinimarkt seien ein seit Jahrhunderten ausgeübter Brauch. Schon im 15. Jahrhundert berichteten Archivaufzeichnungen von einem Jahrmarkt, der vor der Martinsmesse abgehalten wurde. Seit dem Jahr 1819 gab es dann offiziell den alljährlichen Martinimarkt. „Der Ursprung unserer Martinikirmes liegt, wie der Name schon sagt, in dem christlichen Fest Sankt. Martin und wird um den Martinstag, 11. November, ausgerichtet.“ Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, dass christliche Feste nicht ausgehöhlt und die Wurzeln unserer Tradition weiter gepflegt würden. Dass dies nicht geschehe, sei eine eine Entwicklung, die ihn sehr beunruhigt, so Schneider. „Aus dem Martinsfest wird ein Laternenfest, aus Weihnachten wird ein Winterfest. Wir dürfen unsere christlichen Wurzeln und Feste nicht vergessen.“

CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz Wansing betont: „Die Botschaft, die vom Heiligen Martin und dem Martinsfest seit jeher ausgeht, hat auch heute noch eine große Bedeutung. Es ist unsere gesellschaftliche und politische Aufgabe, Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen, mit Menschen zu teilen, die bedürftig sind.“ Für ihn ist es bedauerlich, dass die Verbindung zwischen Sankt Martin und der Martinikirmes fast nicht mehr erkennbar sei. Da müsse man sich die Frage stellen, wie ernst es Bürgermeister Michael Heidinger mit der Bewahrung von Traditionen meine. Er setzte sich stark für eine neue Bergmannskirmes ein, um die Traditionen der Bergleute zu wahren, doch sei ihm die Wahrung christlicher Traditionen scheinbar nicht so wichtig. „Oder ist das Engagement für die Installierung einer neuen Bergmannskirmes rein politischer Wahlkampf, um das sozialdemokratisch geprägte Bergarbeitermilieu hinter sich zu wissen“, fragt der CDU-Fraktionschef.

(RP)
Mehr von RP ONLINE