Dinslaken will das MCS-Gelände reaktivieren

Dinslaken: Dinslaken will das MCS-Gelände reaktivieren

Sicherung des Bestands und Aufbereitung von Altstandorten sollen helfen, Arbeitsstätten und -plätze zu erhalten und zu schaffen.

Das seit längerer Zeit brach liegende Industriegelände von MCS an der Thyssenstraße ist für die Stadt von besonderer Bedeutung. Denn die Verwaltung geht davon aus, dass im Zuge der Neuaufstellung des Regionalplans keine zusätzlichen Flächen für Industrie und Gewerbe für Dinslaken ausgewiesen werden. Deshalb stehen für die Kommune „die Sicherung des Bestandes und die Aufbereitung von Altstandorten im Fokus, um Arbeitsstätten und Arbeitsplätze in Dinslaken zu erhalten und zu schaffen“, wie Dominik Erbelding, Geschäftsführer der städtischen Flächenentwicklungsgesellschaft DIN FLEG mbH, bei der Präsentation anlässlich der Entwicklung des Areals zwischen Otto-Brenner-Straße und Karlstraße erklärte, wo das neue Lichtburg-Kinocenter, ein Hotel und ein Fitnesscenter entstehen sollen.

Schon seit längerer Zeit bemüht sich die Verwaltung darum, die MCS-Industriebrache zu reaktivieren, um eine künftige Neunutzung zu ermöglichen. In der Vergangenheit gab es aber keinen Fortschritt bei diesem Bestreben. Dies hing mit dem früheren Eigentümer der Firma MCS Technologies zusammen. Nachdem Ende 2017 der Gesellschafter dieses Unternehmens gewechselt hatte, kam wieder Bewegung in die Angelegenheit. Anfang dieses Jahres nahm die Stadt Gespräche mit den neuen Eigentümern auf. Im Juni wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet. Diese wird als ein wichtiges Zeichen für eine weitergehende enge Zusammenarbeit und den Einstieg in einen kooperativen Planungsprozess angesehen. Ziel ist die Reaktivierung der brach liegenden Werksflächen von MCS.

  • Viktor Szöke dominierte das Feld der
    Tennis : Gaby Meier und Viktor Szöke gewinnen auf eigener Anlage Turnierserie

Inzwischen sitzt für MCS bei Gesprächen mit der Stadt Dinslaken Jan Klima von der Klima Beteiligungs- und Beratungs GmbH mit am Tisch. Er sprach jetzt von einer „neuen Qualität der Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der Stadt Dinslaken“ und freut sich auf eine langfristige Kooperation. Durch die Zusammenarbeit war es möglich, dass die Stadt ein 1200 Quadratmeter großes Grundstück von MCS erwarb, das für die Entwicklung des Areals zwischen Otto-Brenner-Straße und Karlstraße benötigt wurde. Gearbeitet wird zudem an der Umsetzung weiterer städtebaulicher Ziele, dazu gehören der Ausbau des Rotbachwanderwegs sowie die Verbreiterung der Thyssenstraße. Das frühere Werksgelände von MCS, gelegen zwischen Karlstraße, Thyssenstraße und der Bahntrasse, ist etwa acht Hektar groß und stellt aufgrund „seiner unmittelbaren Nähe zur Innenstadt ein enormes Flächenpotenzial für die Stadt dar“. 2013 wurde der Betrieb an diesem Standort vollständig eingestellt. Hinsichtlich der künftigen Nutzung dieses Areals steht die Stadt Dinslaken noch am Anfang ihrer Überlegungen zu möglichen städtebaulichen Entwicklungsszenarien. Allerdings werden bereits bei der städtischen Wirtschaftsförderung Gespräche mit potenziellen Investoren und Partnern geführt, wie es hieß. Das Vorhaben soll bei der im Oktober in München stattfindenden Immobilienmesse Expo Real vorgestellt werden.