Dinslaken: Dinslaken verbaut viele Millionen Euro

Dinslaken : Dinslaken verbaut viele Millionen Euro

Die Sanierung der Stadthalle startet, der Waldfriedhof erhält ein neues Betriebsgebäude und eine Fahrzeughalle. Auch werden weitere Schulen und Kitas saniert.

Stadt Dinslaken hat für dieses Jahr Vorsätze in Millionenhöhe gefasst: Ein großes Bauvorhaben, die Stadthalle, wird angegangen, ein anderes, das Betriebsgebäude auf dem Waldfriedhof wird in diesem Jahr auch noch fertiggestellt, mehrere Schulsanierungen werden die Stadtverwaltung und die stadteigene Prozent GmbH das ganze Jahr über beschäftigen.

Das größte Bauvorhaben steht mitten in der Stadt und ist nur vermeintlich im Tiefschlaf. Denn hinter dem Dauer-Bauzaun der Stadthalle tut sich etwas. Alle zwei Wochen treffen sich Mitarbeiter der Verwaltung, der Prozent GmbH, des Architekturbüros aus Stuttgart, der Planer für die technische Gebäudeausrüstung aus Bochum und Bühnentechniker aus Karlsruhe in Dinslaken, um die Planung für die Kathrin-Türks-Halle voranzutreiben. Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten mit der Schadstoffsanierung starten, so Walburga Wüster, Geschäftsführerin der Prozent GmbH. 80 Prozent der Ausschreibungen sind bereits raus, ein Teil der Fördermittel ist abgerufen. Am Ende soll die Sanierung der Stadthalle zwischen 26,6 und 28,5 Millionen Euro kosten. Nach Abzug der Zuschüsse bleiben für die Stadt Kosten in Höhe von 14,7 bis 23,4 Millionen Euro. Der Zeitplan ist ambitioniert: Im Jahr 2020 soll die neue Stadthalle stehen.

Auch an der Grundschule Lohberg sollen die Sanierungsarbeiten im Sommer 2018 beginnen. Aktuell befinden sich Stadt und Prozent noch in der Planungsphase, in den Sommerferien soll die Schule in die Räume der Elisabethschule umziehen. Dann beginnt die Schadstoffsanierung.

Ein neues Betriebsgebäude und eine Fahrzeughalle entstehen in diesem Jahr auf dem Waldfriedhof in Oberlohberg an. Nicht eingeplant war, dass der Kampfmittelräumdienst zuerst das Gelände untersuchen musste. Luftbildauswertungen haben dort mögliche Überreste aus dem zweiten Weltkrieg angedeutet - die eigentlich für die Zeche gedacht waren. Gefunden wurde aber nichts. Die Kosten sollen bei etwa 1,3 Millionen Euro liegen, etwa 90 000 Euro werden von der RAG erstattet. Nachdem der Neubau fertiggestellt ist, geht es an den Abriss des maroden Altbaus.

Der Neubau der Bruchschule ist im Herbst fertig geworden - im neuen Jahr geht es weiter mit der Schadstoffsanierung im Altbau an der Schulstraße. Parallel wird die neue Sporthalle geplant - wenn sie 2019 wie geplant fertig ist, hat die Sanierung der Schule an der Hedwigstraße insgesamt drei Jahre gedauert und rund 5,5 Millionen Euro gekostet. An der Hagenschule haben die Arbeiten im Frühjahr 2017 begonnen. Der Altbau wird saniert, dann wird der neue Riegel zur Gneisenaustraße erstellt. Der Verwaltungstrakt ist noch relativ neu, wird aber ebenfalls umstrukturiert. Die Mensa wird neu gebaut, statt des aktuellen, recht beengten Lehrerzimmers wird es ein neues Teamzimmer in den Räumen der jetzigen Mensa geben. Im Frühjahr 2019 sollen die Arbeiten am Schulgebäude abgeschlossen sein, anschließend wird die Turnhalle saniert. Das soll bis zum Sommer 2020 dauern. Die Gesamtkosten sollen bei 5,8 Millionen Euro liegen.

Auch vor der Erweiterung der Averbruchschule von zwei auf drei Züge stand eine gründliche Schadstoffsanierung an. "Man kann eben immer nur vor den Putz schauen", berichtet Walburga Wüster von den Erfahrungen vor allem bei der Klaraschule, wo sich nach Öffnung der Wände noch allerlei böse Überraschungen fanden. An der Averbruchschule wird die Aula abgebrochen, die Differenzierungsbereiche an die Klassen angebaut. Im Frühjahr 2019 soll alles fertig sein. Kosten: 4,5 Millionen.

Auch die Ernst-Barlach-Gesamtschule soll im Frühjahr 2019 wieder über eine Aula verfügen. Mit dem Abbruch der alten, asbestbelasteten und außerdem hochwassergeschädigten Aula wurde im Sommer 2017 begonnen. Auch, wenn in den Wänden mancher Schule Asbest verbaut wurde - Gefahr für die Kinder habe nie bestanden, betont die Architektin, weil die Wände nicht geöffnet waren. Zudem führe man Raumluftmessungen durch. Kosten für die neue EBGS-Aula: 3,19 Millionen Euro. In der Planungsphase ist die Erweiterung der Kita Talstraße, die eine zusätzliche Gruppe und eine Mensa bekommen soll, sowie der Ersatzneubau für die Kita Teerstraße auf dem ehemaligen Zechengelände. Aktuell werden die Grundlagen und Kosten für die Sanierung der Dorfschule (pädagogischer Umbau des Hauptgebäudes, Sanierung des Kellers) und der Grundschule Hühnerheide ermittelt. Außerdem arbeiten Stadt und Prozent an der Vorentwurfsplanung für die Dreifachturnhalle an der Bezirkssportanlage Lohberg

(aha)