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Dinslaken: Sommerleseclub wegen geringer Nachfrage mit neuem Konzept

Start am 9. Juli : Sommerleseclub mit neuem Konzept

Wegen geringer Nachfrage wurde die Veranstaltung grundsaniert, auch die Dinslakener Stadtbibliothek setzt die Änderungen um. Erstmals können auch Erwachsene teilnehmen, die Buchauswahl ist nun den Lesern überlassen.

Dieser Sommer wird nicht langweilig für die Dinslakener Kinder. Neben den abenteuerlichen Kinderferientagen (Kifeta) wartet auch die Stadtbibliothek mit einem vollkommen neuen Konzept des bekannten Sommerleseclubs auf. Erstmals können nicht nur Kinder teilnehmen, sondern auch Erwachsene – und zwar ganz solo, mit Kindern als Eltern-Kind-Team oder Großeltern-Enkel-Team, als Leseclub oder wie auch immer, es sind keine Grenzen gesetzt. Ob Abenteuerromane, Tiergeschichten, Sach- und Hörbücher, ob Belletristik für Erwachsene – alles kann und darf ausgeliehen werden.

„Früher stellten die Bibliotheken eine Auswahl an Büchern zusammen, das ist heute den Lesern selbst überlassen“, berichtet Bibliothekarin Birgit Vengels-Heinser. „Drei Bücher waren in der Vergangenheit vorgeschrieben, die die Kinder lesen mussten. Anschließend verfassten sie eine Inhaltsangabe. Doch das fiel den Kindern immer schwerer, zum Schluss gab es kaum noch Interessenten“, so die Bibliothekarin. Es war Zeit für den Verband, ein neues Konzept zu entwickeln und den einzelnen Bibliotheken anzubieten. Es kam an und Dinslakens Stadtbibliothek ist wieder dabei.

Also ran an die Bücher, heißt es ab Dienstag, 9. Juli. Ob daheim auf der Couch, auf dem Liegestuhl im Garten oder als Gruppe im Lesegarten der Bibliothek – alles gilt. Ob das Logbuch noch analog oder digital ausgefüllt wird, auch das bleibt jedem selber überlassen. Wie es geschmückt wird ebenfalls. Selbst bei den drei Büchern, die gelesen werden müssen, nimmt man es nicht mehr so ganz streng.

„Wir bieten auch Kreativtage und Leseaktionen an“, so Silke Burkhardt, Organisatorin der Aktion und Ansprechpartnerin der Sommerleseratten. Ein zu lesendes Buch kann also auch durch einen Vorlesetag oder ein Hörbuch ersetzt werden. Und vielleicht macht das Lesen so viel Spaß, dass man gar nicht mehr aufhören kann. „Manche Kinder haben bis zu 30 Bücher gelesen, andere halt nur die drei benötigten“, sagt Vengels-Heinser. Aber viele hätten dadurch ihren Zugang zur Bücherei gefunden – das eigentliche Ziel der Sommeraktion.

Im September dann wird es mit allen Teilnehmern eine Abschlussparty geben. Um eine Urkunde und den Lese-Oskar zu bekommen, ist es wichtig, die ausgefüllten und kreativ gestalteten Logbücher bis zum 31. August wieder in der Bibliothek abzugeben. „Wir werten die Bücher dann aus und vergeben dann den Lese-Oskar“, erzählt Silke Burkhardt. die Kriterien dafür sind nicht vorbestimmt. „Die ergeben sich nach Lektüre der zurückgegeben Logbücher.“

Info Weitere Einzelheiten über das Online-Logbuch, die Lesetage und mehr gibt’s unter www.sommerleseclub.de.

(big)