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Dinslaken/Oberhausen: Polizei führt Schlag mutmaßliche Einbrecherbande

Acht Festnahmen : Schlag gegen mutmaßliche Einbrecherbande in Dinslaken und Oberhausen

Bei einem Schlag gegen eine mutmaßliche Einbrecherbande hat die Polizei am frühen Mittwochmorgen in Dinslaken und Oberhausen acht Tatverdächtige festgenommen. „Massen an Beweismitteln und Diebesgut“ wurden sichergestellt.

Ein nach Angaben der Behörde „erhebliches Aufgebot“ der Polizei hat in den frühen Morgenstunden einen Schlag gegen eine mutmaßliche Diebesbande geführt. Die Gruppe soll für mindestens etwa 50 Einbrüche verantwortlich sein, die seit Anfang Oktober im Raum Oberhausen und Dinslaken verübt wurden.

Eine Ermittlergruppe aus Oberhausen ist den Verdächtigen seit gut zwei Monaten hinterher. „Wir haben vermehrt Einbrüche – auch in Wohnungen, hauptsächlich aber in Geschäftsräume, Keller, Gärten, Garagen und kommunale Einrichtungen – in Oberhausen und Dinslaken festgestellt“, erklärt Tom Litges von der Polizei in Oberhausen.

In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft in Duisburg habe man dann „Verbindungen und mögliche Tatbeteiligungen von zwölf Männern und einer Frau im Alter von 28 bis 59 Jahren festgestellt.“ Diese Personen kamen aus Oberhausen, Mülheim, und einer der Tatverdächtiger wohnt in Dinslaken. Er wurde im Zuge der Durchsuchungsaktion am frühen Morgen verhaftete, in seiner Wohnung wurden nach Angaben der Polizei Beweismaterial und vermutliches Diebesgut gefunden.

Der gesamte Einsatz ist zur Stunde noch nicht vorbei. „In den Wohnungen ist teilweise Massen an Beweismitteln und Diebesgut gefunden worden, so dass das alles noch ordnungsgemäß beschriftet und verpackt werden muss. Dann laufen die Vernehmungen“, erklärt Polizeisprecher Litges. „Das geht jetzt alles ineinander über. Möglicherweise werden sich noch Folgemaßnahmen ergeben, das ist jetzt noch nicht abzusehen.“

So könnte es sich auch ergeben, dass die Bande im Zuge der Ermittlungen für weitere Fälle verantwortlich gemacht wird, wenn sich Beute aus anderen Raubzügen finden sollte. „Jetzt haben wir die Beweismittel“, so Litges. „Jetzt müssen wir gucken: Wo sind die her?“

Einzelheiten zu der Art der gesicherten Beweismittel gab die Polizei zunächst noch nicht bekannt. Auch zu der Frage, ob Waffen gefunden wurden, sagte der Sprecher vorerst nichts. Nennenswerte Widerstände bei den Durchsuchungen und Festnahmen habe es am Morgen aber nicht gegeben. „Es gab keine Verletzen, es war alles im Rahmen.“

Dass zwar 13 verdächtige Personen im Visier der Ermittler stehen, es aber nur acht Haftbefehle gab, erklärt sich aus juristischen Prinzipien. Auch eine mögliche Tatbeteiligung ist nicht unbedingt ausreichend für einen Haftbefehl.