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Dinslaken: Im neue Haldenkonzept des RVR spielt auch Lohberg eine Rolle

Auch die Halde in Lohberg steht wieder im Fokus : RVR erarbeitetet neues Haldenkonzept

Die Halde Lohberg Nord könnte in Zukunft für neue Nutzungen erschlossen werden. Der Regionalverband Rhein-Ruhr arbeitet derzeit an touristischen und energetischen Konzepten für die 58 Halden in der Region.

Bike-Trail, Selfie-Hotspot, Rutschenweg oder Photovoltaik-Anlagen: Das könnten künftig Attraktionen und neue Nutzungen auf Halden wie der Halde-Lohberg Nord sein. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat in seiner gestrigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Ressourceneffizienz beispielhaft Entwicklungsideen für die Haldenlandschaft im Ruhrgebiet vorgestellt. Der Verband erarbeitet zurzeit ein gesamtregionales Konzept mit den Bausteinen Regenerative Energien, Tourismus und Mountainbiking. 58 Halden mit einer Gesamtfläche von über 2.300 Hektar stehen im Fokus, die sich bereits im Eigentum des RVR befinden beziehungsweise bis 2035 übernommen werden.

Dazu Nina Frense, Beigeordnete für Umwelt und Grüne Infrastruktur: „Wir wollen die Halden noch stärker für Tourismus und Naherholung nutzen. Mit dem Ausbau von Windkraft und Solarenergie können sie zudem einen wichtigen Beitrag leisten, die Region klimaneutral zu gestalten und von fossilen Energieträgern unabhängiger zu machen.“

                                 Auf der Halde Lohberg stehen bereits Windräder. Andere Halden könnten diesem Beispiel demnächst folgen.
Auf der Halde Lohberg stehen bereits Windräder. Andere Halden könnten diesem Beispiel demnächst folgen. Foto: Martin Büttner/Büttner, Martin (m-b)

Für das Teilkonzept Regenerative Energien ist ein Gelsenkirchener Planungsbüro beauftragt, die 58 Haldenstandorte auf ihr Potenzial zur Nutzung regenerativer Energie zu untersuchen. Dazu werden drei Zukunfts-Szenarien mit kurz-, mittel- und langfristigen Möglichkeiten bei Photovoltaik und Windenergie erarbeitet. Die Handlungsempfehlungen sollen bis Ende August vorliegen. Für die Halde Lohberg ein Schritt, der etwas zu spät kommt. Schließlich finden sich hier schon Windkraftanlagen.

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Das Teilkonzept Tourismus ist ebenfalls in der Erarbeitung und sieht einzelne Themenschwerpunkte (Sport, Fotografie, Kunst, Kultur etc.) für jede Halde vor. So soll künftig jede Halde eine eigene Identität erhalten.

Auf einem Erlebnisweg rund um das Haldentop könnte dann die Geschichte samt Themenschwerpunkt per Audioguide (App), Soundmodul, Beschilderung usw. erzählt werden. Zur besseren Wiedererkennung und Orientierung soll zudem eine einheitliche Beschilderung entwickelt und identische Zugänge zu den Halden geschaffen werden.

Zu den touristisch bedeutsamen Halden zählen neben der Halde Lohberg Nord die Halde Hoheward in Herten/Recklinghausen, Beckstraße/Tetraeder in Bottrop, Schurenbach in Essen, Großes Holz in Bergkamen, Rheinpreußen in Moers, Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn, Mottbruch in Gladbeck, Rungenberg in Gelsenkirchen, Humbert in Hamm, Haniel in Bottrop, Brinkfortsheide in Marl sowie Haus Aden 2 in Bergkamen. Die Halde Scholven in Gelsenkirchen bleibt dauerhaft nicht begehbar. Die Halde Kohlenhuck soll auf Wunsch der Stadt Moers eher zu einer Energiehalde ausgebaut werden.

Nach Abschluss einer Machbarkeitsstudie für einen so genannten Halden-Trail-Ruhr wird zusätzlich ein Teilkonzept Mountainbiking erarbeitet. Dabei soll die Haldenlandschaft in der Metropole Ruhr über eine beschilderte Radroute für die  Spezial-Segmente Gravel, Mountainbike und Tour erschlossen werden.