Dinslaken: Fraktionschef der SPD im Landtag besucht Lohberger Kita

Zu wenig Personal und Überlastung : SPD-Politiker in Lohberger Kita

Landtags-Fraktionschef Thomas Kutschaty ließ sich Problemfelder erklären.

Der SPD-Landesfraktionschef Thomas Kutschaty ist in diesem Sommer auf Praxistour durch die Kindergärten und Kindertagesstätten des Landes gegangen. Am  Freitag machte er  Station in der Kita Teerstraße und zeigte sich beeindruckt. „Was Sie in diesem alten Gebäude, dass ja nicht auf die Bedürfnisse einer Kindertagesstätte zugeschnitten ist, gemacht haben, verdient alle Anerkennung“, meinte er. Ursprünglich mal eine Grundschule, ist hier noch für die kommenden zwei Jahre die Awo-Kindertagesstätte untergebracht, bevor es in ein neues Domizil auf dem alten Zechengelände geht.

Auch den Standort in Lohberg, die besondere Situation vor Ort, ließ sich Kutschaty von Einrichtungsleiterin Patricia Schulte, Awo-Geschäftsbereichsleiter Benjamin Walch und dem Vorstandsvorsitzenden Jochen Gottke erklären.

Das Personal müsse entlastet, also aufgestockt werden, Inklusionshelfer seien nicht gut geschult, die 3,9 Fachkräfte reichten vorne und hinten nicht, die Gruppen seien zu groß, durch hohe Ausfallzeiten sei die Überlastung der Erzieher programmiert, zudem sei durch die vorgeschriebene Entwicklungsdokumentation ein erhöhter Zeitaufwand zu verzeichnen, berichteten ihm bei der Besichtigung Patricia Schulte und Benjamin Walch.

Vor allem die Herausforderungen durch die vielen Kinder mit Migrationshintergrund bedürften einer besonderen Hilfe des Landes, befand Kutschaty. Ebenso wie Sprachförderung, Sozialpädagogische Maßnahmen und die verstärkte Einbeziehung der Eltern  mehr Mittel benötigten. „Ungleiches muss ungleich behandelt werden“, so Kutschaty. „Eine Pauschale, wie sie die Landesregierung für alle vorgibt, hilft hier nicht“, sagte er. „Es gibt Unterschiede, die Kita im Nobelviertel von Düsseldorf hat ganz andere Bedarfe wie die an sozialen Brennpunkten. Eine Pauschale für die Kitas ist der falsche Weg. Wir müssen zielgerichtet agieren und nach den Bedarfen der Einrichtungen.“ Beeindruckt sei er von den Erziehern, die mit viel Herzblut dabei seien. Auch hier bemängelte er, dass sich etwas ändern müsse: „Erzieher werden nicht so anerkannt und bezahlt, wie sie es verdient hätten.“

Auch der Dinslakener SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Zimkeit war bei dem Besuch dabei.

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