Dinslaken: Aus für die Friedrich-Althoff-Sekundarschule ist beschlossen

Dinslaken Rat hat entschieden : Aus für Sekundarschule ist beschlossen

Der Stadtrat hat die Weichen für die Entwicklung der Dinslakener Schullandschaft gestellt. Das Gremium beschloss mehrheitlich, die Friedrich-Althoff-Schule auslaufen zu lassen und eine zweite Gesamtschule in Hiesfeld zu gründen.

Die zweite Dinslakener Gesamtschule soll im Gustav-Heinemann-Zentrum (GHZ) entstehen. Die dort beheimatete Realschule wird in den Volkspark wechseln und dort das Gebäude der Friedrich-Althoff-Sekundarschule beziehen, die auslaufen wird. Die Planungen nach dem Ratsbeschluss, der in namentlicher Abstimmung mit 28 Ja- zu 16 Nein-Stimmen getroffen wurde, erläuterte am Mittwoch Schuldezernentin Christa Jahnke-Horstmann.

Dabei ließ sie keinern Zweifel daran, dass aus Sicht der Verwaltung, eine zweizügige Fortführung der Sekundarschule, wie von Eltern gefordert und von einigen Politikern für möglich gehalten, gesetzlich nicht zulässig ist. Die Schule müsse in den Anfangsklassen dreizügig geführt werden, also etwa 60 Schüler haben, für 2018 lagen nur 41 Anmeldungen vor. Deshalb forderte die Bezirksregierung Düsseldorf die Kommune auf, schulorganisatorische Maßnahmen zu ergreifen.

Von der Verwaltung gibt es die Zusage, dass alle Kinder, die jetzt die Sekundarschule oder die Realschule besuchen, ihre Schullaufbahn bis einschließlich Klasse 10 am Standort ihrer jeweiligen Schule beenden können, wenn die Schulen dies so wollen. Wie Jahnke-Horstmann berichtete, hat die Sekundarschule, die 2024 ausläuft, bereits erklärt, am Standort Volkspark bleiben zu wollen. Die Realschule hingegen will 2022 komplett in ihr künftiges Domizil am Volkspark umziehen. Dann sind dort noch zwei Jahrgänge der Sekundarschule beheimatet. Angestrebt werde eine einvernehmliche Lösung zwischen beiden Schulen, so Jahnke-Horstmann. Das Schuljahr 2019/2020 wird ein Übergangsjahr sein, in dem einmalig die Ernst-Barlach-Gesamschule acht Züge aufnehmen wird und in dem die Realschule bei Bedarf in Klasse 7 einen Hauptschulzweig bilden wird.

2020 geht der erste Jahrgang der neu gegründeteten Gesamtschule an den Start. Hiesfeld wird als guter Standort für die zweite Gesamtschule angesehen, weil diese dadurch einen eigenen Einzugbereich habe, was eine gute Durchmischung der Schülerschaft gewährleiste. Dass das Gymnasium in Hiesfeld durch eine neue Gesamtschule im GHZ gefährdet werden könnte, sieht die Verwaltung nicht, da die beiden anderen Gymnasien in ihrer Zügigkeit begrenzt werden, was dem Hiesfelder Gymnasium zugute kommen könnte. Auch sei die Realschule durch die anstehenden Veränderungen in ihrer Stabilität nicht gefährdet. Die jetzt beschlossene Gesamtlösung wird von der Verwaltung als Grundlage für eine „zukunftsfähige Schullandschaft“ angesehen, die den Wünschen der Eltern so weit wie möglich entspreche, wie Christa Jahnke-Horstmann sagte.