Dinslaken: Als Sankt Vincentius in Trümmern lag

Dinslaken : Wiederaufbau der Vincentius-Kirche

Hobbyhistoriker sucht Zeitzeugen, die nach dem Krieg bei den Aufräumungsarbeiten geholfen haben.

Für einen Artikel über den Wiederaufbau der Sankt Vincentius Kirche sucht Heiner Stapelkamp Zeitzeugen. Der Autor und Hobbyhistoriker fragt, wer sich auf dem Foto wiedererkennt oder ihm mit anderen Informationen weiterhelfen kann.

Pfarrer Jakob Baers hat der Enttrümmerung und dem notdürftigen Wiederaufbau des Vinzenz Hospitals wegen der vielen Verletzten im Jahre 1946 den Vorzug gegeben, sagt Stapelkamp. So begann der Neubau der Vincentius-Pfarrkirche auch aus Kostengründen nach Genehmigung aus Münster mit dem ersten Spatenstich am 22. Januar 1950. Doch vorher im Jahre 1949 begannen die Aufräumungsarbeiten, die schon aus Dringlichkeitsgründen (Wohnungsmangel) seit 1946 im gesamten Stadtgebiet Dinslakens durchgeführt wurden.

Die riesige Menge an Trümmerschutt des in der Nacht vom 15. auf den 16. April 1945 eingestürzten Kirchturms musste mit Hilfe von vielen freiwilligen Helfern der Pfarrgemeinde erst einmal entsorgt werden. Auf Fotos, die im Kirchenarchiv Sankt Vincentius vorliegen, sieht man die Oberklassen der kath. Overbergschule aus Dinslaken unter Leitung von Rektor Wilhelm Schagen, die über den Tag halfen. Nach Feierabend halfen die Erwachsenen bei Lampenlicht bis in die späte Nacht hinein.

Sicherlich leben noch einige der inzwischen über 80 Jahre alten „Jungens“ und können noch einiges berichten. Die Nachfahren, Freunde und Nachbarn besitzen eventuell noch Fotos.

Autor Heiner Stapelkamp ist unter der Telefonnummer 02855 5224 oder per E-Mail (heiner.stapelkamp@nrwpost.de) zu erreichen. Der Artikel über den Aufbau erscheint voraussichtlich im Jahrbuch des Kreises Wesel 2020, also im November nächsten Jahres.

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