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Dinslaken: DINpäd bietet wichtige Hilfen fürs Leben

Dinslaken : DINpäd bietet wichtige Hilfen fürs Leben

Das Institut für pädagogische Lernförderung Dinslaken feiert seinen fünften Geburtstag und will weiterhin wachsen.

Die Lernologen Dr. Din und Prof. Päd kommen bei den Kindern ganz besonders gut an. Die Kleinen finden sie cool, denn Dr. Din und Prof. Päd forschen im DINpäd-Lernlabor, um die besten Lerntricks gegen Legasthenie, Dyskalkulie, AD(H)S und Nachhilfe zu finden. Die Lernologen sind zwei Comicfiguren und Lernmittel des DINpäd Instituts, eine pädagogische Facheinrichtung in den Bereichen der Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, der Rechenschwäche, bei Konzentrationsschwierigkeiten und für Lerncoaching, das inzwischen seinen fünften Geburtstag feierte.

Zum Fünfjährigen gratulierte neben Mario Engel, Vorstandsvorsitzender des Dachverbandes Legasthenie Deutschland, auch Dr. Astrid Kopp-Duller, Vorsitzende des Österreichischen Fachverbandes. Sie bedankte sich für die wertvolle Arbeit, die durch DINpäd für legasthene und dyskalkule Menschen geleistet wurde. Über 120 Klienten waren es bislang, die vom gesamten Niederrhein kamen und Hilfe zunächst an der Friedrich-Ebert-Straße suchten und nun am Dinslakener Rilkeweg in Anspruch nehmen.

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"Aktuell besuchen uns pro Woche 45 Kinder zum Einzeltraining. Aber es kommen auch einige Erwachsene zu uns", berichtet Trainerin Barbara Florichs. Das Einzeltraining ist bei DINpäd die übliche Lernmethode, weil dann ein ganz anderes Arbeiten als in Kleingruppen möglich sei. "Wir bieten den Eltern zunächst eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung an. Sie erzählen uns, was ihnen an ihren Kindern aufgefallen ist und dann schauen wir, welche Förderung gebraucht wird", erklärt die 40-Jährige den Ablauf, wenn sich ein Klient für das Institut für pädagogische Lernförderung entscheidet. "Es werden Regelzeiten ein- oder zweimal in der Woche vereinbart, die die Kinder wie ein ganz normales Training ansehen. Bei ihnen gibt es keine Hemmungen und sie kommen gerne." Je früher Eltern Defizite bei ihren Sprösslingen entdecken, desto besser sind die Erfolgschancen. "Die meisten Kinder sind im Grundschulalter, aber wenn sie schon im Vorschulalter zu uns kämen, wäre es umso besser", meint Barbara Florichs, die jedoch nicht sagen kann, wie lange ein Kind dann in der Betreuung bleibt: "Wir gestalten individuelle Trainingspläne und man weiß nie, ob ein Kind auch noch zu Hause an seiner Schwäche arbeitet. Es ist jedenfalls nicht auf die Schnelle gemacht, sondern dauert schon Monate."

Drei feste Mitarbeiter und mehrere Honorarkräfte sind bei DINpäd neben den Lernologen Dr. Din und Prof. Päd im Einsatz. Weitere zertifizierte Trainer werden auch für die nächsten fünf Jahre noch gesucht, doch Barbara Florichs bemerkt einen Fachkräftemangel. Sie stellt nur gut ausgebildete Leute ein, denn die Kosten müssen die Klienten fast immer selbst übernehmen. Nur wenn eine seelische Bedrohung nachgewiesen wird, kommt die Krankenkasse für die Betreuung auf.

"Wir sind mit der Finanzierungslage auch nicht glücklich. Pro Monat kommen nämlich rund 150 Euro pro Kind zusammen und die können sich nicht alle Eltern leisten. Es schmeißen bei uns manchmal die Großeltern zusammen, weil es eine wichtige Förderung fürs Leben ist", so Florichs.

(gaa)