Hintergrund: DINamare wird um zwei Becken vergrößert

Hintergrund : DINamare wird um zwei Becken vergrößert

Umbau beginnt im Januar 2019. Im Sommer 2020 soll das Bad mit 57 Prozent mehr Wasserfläche eröffnen. Zuvor ist es fünf Monate geschlossen. Das neue Lehrschwimmbecken wird vom übrigen Badbetrieb abgetrennt.

Dinslaken (aha) Als "sehr durchdacht und geeignet, das Optimum aus den Vorgaben heraus zu holen", bezeichnen die schwimmsportreibenden Vereine in einer ersten Stellungnahme die Pläne für den Umbau des DINamare. Die Vereine wollen die Pläne jetzt jeweils vereinsintern diskutieren und sich in 14 Tagen noch einmal zu einem "Brainstorming" mit der DINbad treffen.

Das DIN amare wird seine Gestalt verändern und kräftig wachsen. Der Entwurf zum Umbau des Schwimmbades sieht Anbauten an drei Seiten, zwei neue Becken und neue Kabinenbereiche vor. Vergangene Woche hatte die stadteigene Dinbad, die die Dinslakener Bäder betreibt, bereits die Entwürfe für das Freibad Hiesfeld präsentiert.

Die Wasserfläche im neuen Dinamare wird um 57 Prozent größer sein als aktuell. Zusätzlich zu dem jetzigen Mehrzweckbecken (16 mal 25 Meter) und dem aktuellen Lehrschwimmbecken (10 mal 16 Meter) sowie dem Planschbecken (40 Quadratmeter) sollen ein Sportbecken und ein Lehrschwimmbecken gebaut werden.

Das zusätzliche Sportbecken soll in einer Halle südlich ans bestehende Lehrschwimmbecken anschließen - also auf der jetzigen Liegewiese. Es soll 25 mal zehn Meter messen, über vier Bahnen verfügen und zwischen 1,80 und drei Metern tief sein. Von ursprünglich geplanten zwei Metern Tiefe waren die Planer mit Rücksicht auf die Tauchsportler wieder abgerückt, so Michael Hörsken (Geschäftsführung Dinbad).

Das neue Lehrschwimmbecken, das als Ersatz für das marode Lehrschwimmbecken an der Bismarckstraße gebaut wird, wird in einem eigenen Trakt zur Straße Am Stadtbad hin an die bestehenden Büro- und Vereinsräume angebaut. Es soll zehn mal zehn Meter groß sein, die Tiefe ist mithilfe eines Hubbodens bis zu 1,80 Metern verstellbar. Die Bismarckstraße soll bis zur Eröffnung des umgebauten DINamare geöffnet bleiben, so Hörsken.

Das neue Lehrschwimmbecken ist vom übrigen Badbetrieb abgetrennt. Hier werden separate Umkleiden, Sanitäranlagen sowie Räumlichkeiten für das Aufsichtspersonal eingerichtet. Es soll zwei Sammelumkleiden mit jeweils zwei Einzelkabinen und je acht Duschen für Damen und Herren geben. Auch der bisherige Dusch- und Umkleidebereich wird zum Parkplatz hin vergrößert - die Anzahl der Parkplätze wird sich aber nicht verringern. Die aktuellen Einzelumkleiden werden zurückgebaut. Auf Wunsch der Schulen und Vereine werden mehr Sammelumkleiden installiert: Insgesamt vier, die jeweils vier Einzelumkleiden enthalten. Hinzu kommen zwei große Umkleiden für Familien und Behinderte. Aktuell hat das Bad elf Einzelumkleiden. Der Bauantrag für das DINamare soll im Juli, der fürs Freibad im Juni gestellt werden. Baubeginn an beiden Bädern soll im Januar 2019 sein. Im Juli/August 2020 soll das DINamare wiedereröffnen. Um den steuerlichen Querverbund von Freibad und DINamare ab August 2020 sicherzustellen, muss der alte Querverbund zerschlagen werden. Deswegen muss das DINamare 2020 für fünf Monate schließen und darf erst nach dem Freibad (Pfingsten 2020) eröffnen.

Ab Oktober dieses Jahres werden vorab die Ver- und Entsorgungsleitungen vor dem DINamare um- oder neu verlegt. Hierdurch wird es zu Beeinträchtigungen im Bereich des Parkplatzes und der Gehwege kommen. Für die Umschlussarbeiten, bei denen das DINnamare außer Betrieb genommen werden muss, sind nur wenige Tage vorgesehen. Mit der Vorstellung der Pläne verlässt die Erweiterung des DINnamare das Vorentwurfsstadium. Das bedeutet, dass nun die technische Gebäudeausrüstung geprüft und der Kostenrahmen abgeklärt wird, so die Stadtwerke Liegt beides im Rahmen der Machbarkeit, gehen die Pläne ins Entwurfsstadium.

Die Kosten sollen laut Beschluss des Dinslakener Rates bei etwa 7,8 Millionen Euro für den Umbau des DINamare und 3,1 Millionen Euro für die Sanierung des Freibades Hiesfeld liegen.

(RP)
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