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Dinslaken: Die Wolff-Skulptur soll im Mai errichtet werden

Dinslaken : Die Wolff-Skulptur soll im Mai errichtet werden

Es sollte schon längst stehen, aber technische Gründe haben den Zeitplan für das Kunstwerk durcheinandergebracht.

Die Realschule an der Wiesenstraße war lange Zeit der Ort, an dem sich die Erinnerung an Jeanette Wolff festmacht. Die Schule gibt es nicht mehr, dafür aber einen Platz, der nach ihr benannt worden ist. Dort soll eine Skulptur aufgestellt werden, die an die starke Frau erinnern soll. Bereits für diesen Sommer war sie angekündigt. Noch steht sie nicht. Warum das so ist und ob das Projekt vielleicht auf Eis gelegt worden ist, dazu hat Marcel Sturm, Pressesprecher der Stadt, Stellung genommen.

Den durchgeführten Wettbewerb hatte Steffi Schöne gewonnen. Bei ihrem Entwurf ist ein verzerrtes Bild der bekannten Dinslakenerin auf dem Boden aufgemalt, erst durch eine Säule aus Edelmetall wird das Portrait von Jeanette Wolff erkennbar. Das Bild soll vier bis fünf Meter breit und der Zylinder aus Metall zwei Meter hoch sein, einen Durchmesser von 60 Zentimeter haben.

Das Projekt sei keineswegs auf Eis gelegt worden, so Sturm. Es gebe eine Verzögerung, führt er weiter aus. "Es gilt: Kunst vor Schnelligkeit. Die Gründe dafür sind letztlich als technische Gründe zu bezeichnen", sagt er. So müsse das Öl, mit dem die Grafik angebracht werden soll, aus dem Asphalt diffundieren, was bis zu zehn Wochen dauern könne. Dabei sei man abhängig von der Witterung. Die Säule selbst wiederum benötige ein adäquates Fundament.

In diesem Jahr wird es nichts mehr. Ursprünglich war angedacht, die Skulptur noch in diesem Sommer zu errichten. Die Arbeiten sollten im Juni beginnen, nachdem schon mehrere Ortstermine stattgefunden hatten. Der 22. Juni, an diesem Tag sollten die Arbeiten beginnen, war mit Bedacht gewählt worden: Es ist der Geburtstag von Jeanette Wolff.

Nun ist alles in das nächste Jahr verschoben worden. Für die offizielle Übergabe haben sich die Verantwortlichen erneut einen besonderen Tag ausgesucht. Als Termin ist der 19. Mai vorgesehen. Dabei handelt es sich um den Todestag von Jeanette Wolff.

57 Wettbewerbsbeiträge waren eingereicht worden, zehn über einen längeren Zeitraum in der Neutor-Galerie präsentiert worden. Am Ende stand fest, dass der Entwurf der 1979 in Leipzig geborenen Künstlerin Steffi Schöne umgesetzt werden soll. Für sie sei es schwierig gewesen, dem Verdienst von Jeanette Wolff gerecht zu werden. Ihr war klar, dass es um die Menschlichkeit gehen müsse, um den Willen und die Stärke für etwas einzustehen. So sei sie auf die Kunstform der Verzerrung gekommen. Mit der Skulptur sei ihr ein Spagat gelungen, sie zeige die Person, hinterfrage aber auch gleichzeitig, was man sieht.

(mt)