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Dinslaken/Voerde/Hünxe/Walsum: Die Wohnbau ist weiter auf Erfolgskurs

Dinslaken/Voerde/Hünxe/Walsum : Die Wohnbau ist weiter auf Erfolgskurs

Die Zahlen sprechen für sich. Bilanzsumme um 137 Millionen gesteigert, ein Jahresüberschuss von 6,9 Millionen Euro. Wohnbaugeschäftsführer Wilhelm Krechter zog gestern zufrieden Bilanz für das Geschäftsjahr 2016.

Nicht von ungefähr hatten sich Wilhelm Krechter und seine drei Geschäftsbereichsleiter Bernfred Tobien, Michael Leuthäuser und Heinz Krüßmann das Wilhelm-Lantermann-Karree zur Bekanntgabe der Zahlen ausgesucht. Die Wohnbau wird ihr größtes Projekt der vergangenen Jahre in 2017 vollenden. Auf dem Gelände zwischen der Gneisenau- und der Voerder Straße werden dann angrenzend an das Neue Seniorenzentrum 77 Wohnungen vorwiegend älteren Menschen ein neues Zuhause bieten. Und auf dieses Projekt sind die Verantwortlichen des kommunalen Wohnungsbauunternehmens erkennbar stolz.

"Dass hier auch neue Nachbarschaften entstanden sind, zeigt sich insbesondere in der Mittagszeit und beim Nachmittagskaffee in der Cafeteria des Zentrums, das dann bestens besucht ist", berichtete Krechter. Aufgrund des großen Zuspruches plant die Wohnbau an den Speisesaal schon jetzt einen Anbau.

Der Bezug des letzten Bauabschnittes ist für November dieses Jahres geplant. Nur wenige der barrierefreien Wohnungen an der Gneisenaustraße sind noch nicht vergeben. Potenzielle Interessenten können sich aber immer noch sowohl auf der Website unter www.wohnbau-dinslaken.de als auch direkt bei der Gesellschaft an der Moltkestraße 4 in Dinslaken informieren.

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Neben den Geschäftsführern dürften sich auch die kommunalen Gesellschafter über die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens freuen. Mit rund 6,86 Millionen Euro plant die Wohnbau einen Ausschüttung von 114 Prozent auf das Stammkapital von rund 6,02 Millionen - 400.000 Euro mehr als 2015.

Und auch die Mieter können zufrieden sein. So ist die durchschnittliche Nettokaltmiete im Geschäftsjahr 2016 moderat um fünf Cent auf 4,98 Euro je Quadratmeter gestiegen. Durch energetische Modernisierungen und ein aktives Betriebskostenmanagement konnte die Wohnbau die Betriebskosten einschließlich der Heizkosten mit 2,75 Euro je Quadratmeter stabil halten. Zu ihrem Bestand zählte die Wohnbau 2016 neben 48 gewerblichen Flächen, 1935 Garagenplätze, 370 Seniorenheimplätze und 5840 Mietwohnungen. Für den ganz überwiegenden Teil davon - nämlich 4471 Wohnungen - verlangte sie Monatsmieten zwischen 150 und 349 Euro.

Vorrangiges Ziel des Unternehmens bleibt dann auch die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnungen, obwohl sie aus grundsätzlichen Erwägungen durchaus auch in einem höheren Preissegment aktiv sein will. "Ich bin ein großer Verfechter von einer guten Durchmischung von Wohngebieten mit Blick auf Einkommens- und Sozialstruktur", sagt Krechter.

Auf dem guten Ergebnis des Jahres 2016 wollen sich die Gesellschaft und ihr Geschäftsführer nicht ausruhen: "Wir wollen über weiteres Wachstum und stetige Modernisierung und Instandhaltung unser Produkt ,Wohnen' zukunftsgerecht weiterentwickeln", erklärt Krechter.

Durch die stark steigenden Baukosten sowie dem gleichzeitigen Anschwellen bürokratischer Hemmnisse bei den komplexen Genehmigungsverfahren sei dies allerdings keine leichte Aufgabe. In 2016 habe sich die Wohnbau Dinslaken nach längerer Zeit wieder verstärkt öffentlicher Mittel für den Wohnungsbau bedient. Ein Teil der öffentlich geförderten Wohnungen ist an der Herzogstraße und an der Gneisenaustraße in Dinslaken bereits bezogen. Die öffentlich geförderten Wohnungen an der Spellener Straße in Voerde-Friedrichsfeld und am Waldacker in Voerde-Stadtmitte befinden sich im Bau.

In der Bauabwicklung befinden sich zurzeit Neubauvorhaben in einem Volumen von rund 12 Millionen Euro. Weitere Vorhaben mit einer Investitionssumme von rund zehn Millionen Euro sind projektiert. Hierüber können sich, auch darauf wies Krechter hin, insbesondere die regionalen Unternehmen freuen. Schließlich sicherten die kontinuierlichen Auftragsvergaben der Wohnbau auch viele handwerkliche Arbeitsplätze.

Auch ein neues Großprojekt hat die Wohnbau in Planung. Das Seniorenzentrum "Altes Rathaus" in Voerde ist in die Jahre gekommen. Es soll nach dem Vorbild des Lantermann-Karrees erneuert werden. Die Pläne will das Unternehmen schon bald vorstellen.

(RP)