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Die Streusalzlager in Dinslaken, Voerde und Hünxe sind voll

Bereits erste Einsätze gefahren : Kommunale Winterdienste sind gerüstet

Dinslaken, Voerde und Hünxe haben ausreichend Streusalz gelagert, um über den Winter zu kommen. Wenn gestreut werden muss, geschieht dies nach vorher festgelegten Prioritäten.

Der erste Schnee in diesem Winter fiel bereits am 16. Dezember. Doch so schnell wie er damals gekommen war, war er auch wieder geschmolzen. Die Mitarbeiter der der Städte Dinslaken und Voerde sowie der Gemeinde Hünxe, die im Winterdienst tätig sind, sind seit längerer Zeit einsatzbereit und auch schon tätig gewesen. Denn schon „weit vor Schnellfallsituationen kann Streuen notwendig sein, wenn Kälte sich mit einem hohen Wasseranteil ,in der Luft paart“, sagt Marcel Sturm, Pressesprecher der Stadt Dinslaken. Dabei kommt es zu Raureifbildung, was bereits im November 2018 der Fall gewesen ist. Aus diesem Grund ist der Voerder Winterdienst beispielsweise bereits am 21. November im Einsatz gewesen, berichtete Wilfrid Limke, Erster Beigeordneter der Stadt Voerde.

In Dinslaken können maximal 50 bis 55 Mitarbeiter für den städtischen Winterdienst eingesetzt werden. Der zuständige Einsatzleiter ruft den Winterdienst aus, sobald er feststellt, dass dies an einer Stelle im Stadtgebiet notwendig sein sollte. Er ist verpflichtet, sich die Winterwetter-Vorhersage, die die Stadtverwaltung von Meteomedia erhält, anzuschauen und muss mindestens eine Kontrollfahrt zur verschiedenen Orten im Stadtgebiet unternehmen. Zu diesen Stellen gehören die Brücken über die Emscher, wo sich schnell Glätte bilde, aber auch die Ober-Lohberg-Allee. Stellt der Einsatzleiter bei seiner Kontrollfahrt fest, dass sich an einem dieser Orte Glätte gebildet hat, ruft er den Einsatz zum Winterdienst aus und alarmiert die Einsatzkräfte. „Dies kann zu jeder Zeit rund um die Uhr sein“, so Marcel Sturm. Sollte in den Nachtstunden Schnee gefallen sein, ist die Stadt Dinslaken verpflichtet, die Hauptverkehrsstraßen bis 7 Uhr geräumt zu haben, wenn dies möglich ist.

 Schneemann auf einem Spielplatz an der Claudiastraße.
Schneemann auf einem Spielplatz an der Claudiastraße. Foto: Heinz Schild
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Welche Straße zuerst gestreut werden, ergibt sich aus den Streustufen, die festgelegt sind. Oberste Priorität haben in Dinslaken die Feuerwachen mit ihren Zu- und Abfahrten sowie die Krankenhäuser. Dann folgen die Hauptverkehrsstraße, wichtige Kreuzungen, Fußgängerüberwege und Brücken, Gehwege an Kinderspielplätzen, Kindergärten und Schulen, öffentliche Gebäude, öffentliche Schwerbehindertenparkplätze sowie Radwege. Einen genauen Überblick über die Streustufen gibt der Flyer „Wegweiser Winterdienst“, der von der Verwaltung erstellt worden und auf der städtischen Internetseite abrufbar ist. Um gut über einen normalen Winter zu kommen, muss die Kommune ausreichend Streusalz bevorraten. Dies sind für Dinslaken 1400 bis 1600 Tonnen Streumaterial.

 Die Streuwagen des Din-Service sind einsatzbereit. Abgesehen von leichten Minustemperaturen am heutigen Morgen ist tagsüber jedoch nicht mit Frost zu rechnen. Auch in den nächsten Tagen soll es mild bleiben.
Die Streuwagen des Din-Service sind einsatzbereit. Abgesehen von leichten Minustemperaturen am heutigen Morgen ist tagsüber jedoch nicht mit Frost zu rechnen. Auch in den nächsten Tagen soll es mild bleiben. Foto: Martin Büttner

„Die besondere Herausforderung ist eine schnelle und richtige Reaktion auf Unvorhersehbares. Wetterereignisse lassen sich nicht planen und wie uns der Sommer gezeigt hat, kann es zu sehr schnell wechselnden Wetterereignissen kommen, ob Starkregen, Gewitter, Sturm – oder im Winter zu plötzlich eintretender Kälte oder Schneefall und Sturm“, so der Dinslakener Pressesprecher. Er sieht die Kommune grundsätzlich sehr gut auf den Winter vorbereitet. Zugleich weiß man in der Verwaltung aber auch, „dass Wetter ein Phänomen mit Überraschungen ist“. Darum gehört für die Stadt „neben der planbaren Vorbereitung auch die Fähigkeit zu flexiblem Einsatz dazu“, so Marcel Sturm.

In Voerde sind im Regelfall elf Mitarbeiter im Winterdienst tätig. „Weitere Kräfte werden bei Extremwitterungslagen eingesetzt“, sagte Voerdes Beigeordneter Wilfried Limke. Die Kommune hat rund 100 Tonnen Salz zum Streuen eingelagert. Diese Menge, so berichtete Linke weiter, reiche erfahrungsgemäß aus. „Denn wir gehen damit recht sparsam um.“ Werde dennoch mehr Streugut benötigt, werde es nachgeordert. Dies ist im Regelfall auch problemlos möglich. Allerdings kann sich Limke noch gut an das Jahr 2010 erinnern, als Streusalz knapp geworden und auch bei den Lieferanten schwer zu bekommen war. Zur Befüllung der Streufahrzeuge hat die Stadt Voerde ein neues Salzsilo beschafft und aufgebaut.

In der Gemeinde Hünxe liegen rund 25 Tonnen auf Lager und warten auf ihren Einsatz, wie Klaus Stratenwerth, allgemeiner Vertreter des Hünxer Bürgermeisters, berichtete. 15 Mitarbeiter sind im Winterdienst tätig. Ihnen stehen drei Großfahrzeuge (Trecker mit größerem Salzstreuer), ein kleinerer Trecker, der zum Streuen der Fahrradwege eingesetzt wird, sowie drei Pritschenfahrzeuge für die Handstreuung zur Verfügung. Zwei weitere kleinere Streufahrzeuge sind an Schulen stationiert.