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Dinslaken/Hünxe: Die Nordmanntanne macht das Rennen

Dinslaken/Hünxe : Die Nordmanntanne macht das Rennen

Heiligabend steht vor der Tür. Damit geht der Tannenbaumverkauf in die heiße Phase. Wer sich seinen Baum selbst schlagen will, der fährt zum Schulte-Drevenacks Hof. "Fair Trees" sind bei Stewes erhältlich.

Auch in diesem Jahr läuft die Nordmanntanne den anderen Weihnachtsbäumen wieder den Rang ab. Engpässe bei den Lieferanten gibt es keine. Fichten und Kiefern werden nur selten geordert. Wer beim Weihnachtsbaumkauf auf eine schöne Atmosphäre nicht verzichten möchte, der ist auf dem Schulte-Drevenacks Hof in Hünxe an der richtigen Adresse. Dort kann man sich auf Wunsch den Baum selbst schlagen. Dirk Buchmann durfte schon wieder zahlreiche Besucher auf der Suche nach dem perfekten Tannenbaum begrüßen. "Am dritten Advent war hier richtig viel los, viele Familien mit ihren Kindern waren da."

Erstmals durften die Besucher auch über das neue Feld, genannt "Drevenacker Heide", flanieren. "Wir haben es 2006 bepflanzt, in diesem Jahr konnten wir erstmals ernten. Durch das neue Feld haben wir nun die doppelte Auswahl an Tannenbäumen. Da man durch den Wald zum Feld gelangt, ist das Ambiente wirklich wunderschön." Laut seinen Schätzungen decken sich 70 Prozent der Hofbesucher mit Nordmanntannen ein. Rund 20 Prozent der Baumkäufer entscheiden sich für eine Blaufichte. Die Nachfrage nach Fichten und Kieferbäumen ist sehr gering. Der Hofverkauf läuft seit Mitte November und endet Heiligabend.

Auch beim Baumarkt Stewes in Dinslaken läuft beim Tannenbaumverkauf der Endspurt. Einen "Einstiegsbaum", der gerade einmal bis zu 1,25 Metern groß ist, bekommen die Kunden schon ab 9,99 Euro. Etwas teurer, dafür aber besonders hochwertig sind die fair gehandelten Premiumtannen, die ab 19 Euro und ab 1,50 Meter zu haben sind. "Wir verkaufen hier hauptsächlich Nordmanntannen", erklärt Stewes-Mitarbeiterin Gabriele Witthaus. Bereits eine Woche, bevor die erste Kerze auf dem Adventskranz brannte, wurden die ersten Tannen geordert. "So früh wollen aber meist nur Firmen, Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen ihren Christbaum haben." Für Familien ginge es eigentlich erst so richtig ab dem 3. Advent los. Die letzte Möglichkeit einen Tannenbaum zu ergattern, ist auch bei Stewes an Heiligabend. Im Parkdeck des Einkaufszentrums Real lassen sich noch bis zum 23. Dezember Tannenbaumkäufe erledigen. Verkäufer Rainer Korittke ermittelt den Preis der Tannen anhand einer "Preislatte". Je größer ein Baum ist, desto teurer ist er auch. "Die meisten Tannen bei uns kosten um die 18 Euro", erklärt Korritke, "Aber wir haben auch größere Aktionsbäume für 20 bis 25 Euro im Angebot." Kein Thema mehr ist der Weihnachtsbaumklau im Dinslakener Forstbezirk. "Es gibt in unserem Revier so gut wie keine Tannen mehr, die sich als Weihnachtsbäume eignen", weiß der Leiter Michael Herbrecht. "Und die es gibt, sind ausgewachsen und um viele Meter zu groß."

(RP)