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Die EBGS in Dinslaken schlägt Alarm

Unsere Woche : Sorgen der Ernst-Barlach-Gesamtschule sind berechtigt

Lehrer-, Schüler- und Elternvertreter sowie Schulleitung der Gesamtschule haben nun Alarm geschlagen und nachdrücklich auf bestehende Probleme hinsichtlich des Schulstandorts Goethestraße, der Turnhalle an der Schillerstraße und der dringend notwendigen Digitalisierung hingewiesen.

Sie hat bewiesen, dass sie viel Geduld hat. Aber jeder Geduldsfaden reißt einmal. Das ist jetzt bei der Dinslakener Ernst-Barlach-Gesamtschule (EBGS) der Fall, und es ist erstaunlich, dass dies nicht schon viel früher geschehen ist. Lehrer-, Schüler- und Elternvertreter sowie Schulleitung der Gesamtschule haben nun Alarm geschlagen und nachdrücklich auf bestehende Probleme hinsichtlich des Schulstandorts Goethestraße, der Turnhalle an der Schillerstraße und der dringend notwendigen Digitalisierung hingewiesen. Denn die Betroffenen haben den Eindruck, dass ihre Interessen im Zuge der anstehenden Beratungen in den politischen Gremien der Stadt Dinslaken nicht entsprechend vertreten und dann Entscheidungen gefasst werden, die nicht die Lösungen ihrer Probleme darstellen.

Nachdrücklich fordern die Repräsentanten der EBGS, dass das Schulgebäude an der Goethestraße, in dem die Kinder des 5. und 6. Jahrgangs unterrichtet werden, erhalten, modernisiert und auch ausgebaut wird. Zudem plädieren sie für die Sanierung der seit etwa zwei Jahren wegen erheblicher Mängel geschlossenen Turnhalle an der Schillerstraße oder deren Neubau am angestammten Standort. Und damit erteilt die Schule den Plänen der Stadt, für die EBGS eine neue Sporthalle auf dem Gelände der Grundschule an der Hagenstraße zu bauen, eine deutliche Absage. Der Grund ist klar und auch nachzuvollziehen: Die EBGS geht davon aus, dass mit dem Neubau der Halle an der Hagenstraße, die fußläufig etwa einen Kilometer entfernt liegt, ein schlechter Zustand zementiert wird. Dass eine Turnhalle, die weit entfernt von der Schule liegt, keine gute Lösung ist und deshalb Alternativen gefragt sind, sollte eigentlich jedem klar sein.

Die Gesamtschule hat niemals einen Hehl daraus gemacht, dass der Turnhallen-Standort Hagenstraße von ihr als nicht akzeptabel angesehen wird, weil unter diesen Bedingungen ein ordnungsgemäßer Sportunterricht nicht sicherzustellen sei. Die kommunalen Beschlüsse sehen aber den neuen Standort vor – und so ist nun ein offener Konflikt entstanden. Die Gesamtschule hat ihre Haltung mit detaillierter Begründung und Schilderung der Konfliktpunkte inzwischen der Bezirksregierung Düsseldorf als der zuständigen Aufsichtsbehörde mitgeteilt.

Wie wichtig die Digitalisierung der Schulen ist, hat sich in der Corona-Krise gezeigt. Da ist es schon traurig zu hören, dass am Gesamtschulstandort Goethestraße nichtmals Wlan vorhanden ist. Und auch das ist ein unhaltbarer Zustand.

Ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende. Und bleiben Sie gesund.

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