Die CDU Hiesfeld stellte die Ergebnisse ihrer Bürgerbefragung vor

Autoverkehr, Freizeit, Einkaufsmöglichkeiten : In Hiesfeld gibt’s noch viel zu verbessern

Die CDU Hiesfeld stellte die Ergebnisse ihrer Bürgerbefragung vor. Als große Probleme im Stadtteil werden Verkehr und Nahversorgung gesehen. Auch die Zukunft des Freibadgeländes bleibt ein wichtiges Thema.

Die Schulnoten, die auf der Leinwand im Saal des Hiesfelder Hofs zu sehen sind, gestalten sich eher mittelmäßig. Irgendwo im Bereich der Schulnote 3 beurteilen die 148 Teilnehmer der Umfrage der CDU Hiesfeld verschiedene Themen im Stadtteil, auch wenn sie bei der Wohnqualität eine Durchschnittsnote von 2,2 vergeben. In verschiedenen Teilbereichen ist es das Thema Verkehr, bei dem anscheinend vielen der Befragten der Schuh drückt. Beim Angebot von E-Ladesäulen etwa, kommt eine Note von 4,6 bei der Umfrage heraus. „Ich musste selbst erstmal überlegen, ob es überhaupt eine Ladesäule in Hiesfeld gibt“, erklärt Thomas Beerwerth, Vorsitzender des CDU Ortsverbandes Hiesfeld diese Note.

Bemängelt wird der Mangel an kostenfreien Parkplätzen im Stadtteil, dessen „Verstopfung durch Autos“, ebenso wie ein unzureichendes Angebot an öffentlichem Nahverkehr. „Vielleicht muss man überlegen, ob man in Dinslaken ein Stadtbus-System braucht“, kommentiert Thomas Beerwerth und bekommt dabei zumindest Zustimmung von den Anwesenden im Hiesfelder Hof. Dabei möchte man beim CDU Ortsverband erstmal nur die Ergebnisse der Umfrage präsentieren. „Im zweiten Schritt wollen wir schauen, welche Ideen der Bürger man eventuell umsetzen kann“, sagt Thomas Beerwerth.

Und die haben an Hiesfeld einiges zu kritisieren. Neben dem Verkehr ist dies vor allem die Nahversorgung. „Der Zerfall der Geschäfte am Kreisverkehr an der Kirchstraße wird sehr bemängelt“, erklärt Udo Winter, Besitzer im Vorstand des CDU Ortsvereins. Zwar deutet die Gesamtnote von 2,6 darauf hin, dass die Bürger nicht gänzlich unzufrieden mit der Nahversorgung sind, aber es gäbe auch einiges zu verbessern, wie ein breiteres Warenangebot oder mehr Belebung des Marktplatzes. Ganz anders sieht das Bild aus, wenn es um die Frage der Freizeitgestaltung geht. Hier hagelt es teilweise schlechte Noten. „Für alle Altersgruppen fehlen ausreichende Freizeit- und Ausgehmöglichkeiten“, kommentiert Udo Winter die Ergebnisse der Umfrage.

Hier könnte, wenn es nach den befragten Bürgern geht, das Gelände des Freibades in Zukunft Abhilfe schaffen. „Die meisten waren der Ansicht, dass das Freibad erhalten bleiben soll“, sagte Natascha Kopsa, ebenfalls Mitglied im Vorstand des CDU-Ortsvereins, zu den Umfrageergebnissen im Bezug auf das Gelände des Hiesfelder Freibades. Wenn dort in Zukunft etwas Neues entstehen soll, dann, so die Ergebnisse der Umfrage, soll es ein Freizeitangebot für alle Bürger werden. Die Ideen, was dort entstehen könnte, reichen dabei von einem gastronomischen Angebot in Form eines Cafés oder Bistros über einen Wasserspielplatz am Rotbach, eine Minigolf-Anlage und eine Strandliegewiese mit der Möglichkeit, sich Liegen auszuleihen bis hin zu Open-Air-Kino-Vorstellungen. „Wie das umgesetzt werden kann, muss überprüft werden“, kommentierte Natascha Kopsa diese Ideen. Hier will man als CDU die Entwicklung weiter intensiv im Auge behalten und wünscht sich eine Bürgerbeteiligung, wie bei der Trabrennbahn.

Die Mitglieder des CDU-Ortsvereins Hiesfeld um Thomas Beerwerth (2.v.l.) stellten die Ergebnisse der Bürgerumfrage zum Stadtteil vor.  RP-Foto: Martin Büttner. Foto: mb/Martin Büttner

Mit den Ergebnissen der Umfrage zum Stadtteil, und zehn weiteren nachgereichten Fragebögen, die noch ausgewertet werden müssen, möchte man jetzt im Ortsverein der CDU weiter arbeiten. „Wir werden jetzt schauen, in welchen Gebieten wir Anträge stellen, um eine Verbesserung für uns hier in Hiesfeld zu erreichen“, sagte der Ortsvereins-Vorsitzende Thomas Beerwerth.