Dinslaken: Die Bayern rocken Dinslaken

Dinslaken : Die Bayern rocken Dinslaken

Die bayrische Band Blechblos'n begeisterte im Burginnenhof

Im Burginnenhof herrscht eine Atmosphäre, die man sonst vielleicht eher in einem der Zelte auf dem Münchener Oktoberfest erwarten würde. Mit kleinen Maßkrügen stehen die Besucher unter dem Sonnenschutz aus Ballonseide oder sitzen im Schatten, während von der Bühne Musik erklingt, wie man sie von einer bayrischen Blechbläser-Kapelle erwarten würde: Marschmusik und Polka eben.

So könnte der Vormittag auch munter weitergehen, wenn es sich bei Blechblos'n um eine typische Kapelle dieser Art handeln würde. Doch das bajuwarische Bläserseptett schlägt bei der Veranstaltung im Rahmen des Fantastivals plötzlich ganz andere Töne an. Erst ertönt ein Stück im Stile einer Big Band und dann wird auf der Bühne richtig losgerockt. Mit E-Gitarren-Begleitung klingt da "Bayern des samma mia" im breitesten Dialekt von der Bühne über den Burginnenhof. Nach dieser rockigen Hymne auf das bajuwarische Bier müssen die Zuschauer natürlich auch zum Trinken animiert werden. "Bei dieser Hitze ist es wichtig, dass die Nieren gut gewässert sind", sagt Bass- und Tuba-Spieler Roland Schleifer, macht sich aber auch direkt über die größenmäßig angepassten Maßkrüge lustig. "Die sind so klein, die wären bei uns direkt verboten, weil man sie so leicht verschluckt", sagt er.

Blechblos'n servieren eine ganz eigene Version des Stückes "Teenage Dirtbag" von Wheatus, bei dem einer der Bandmitglieder im Dirndl mit Perücke über die Bühne hüpft. Dass der Auftritt der Band auf dem Heavy-Metal-Festival Wacken nicht ganz ungerechtfertigt war, demonstrieren die Musiker bei ihrer eigenen Version des "Sirtaki" aus dem Film Alexis Sorbas. Die bekannte Melodie spielt die Band nämlich in einer solchen Geschwindigkeit, dass Schlagzeuger Werner Heckmeier als Taktgeber mit Dauerfeuer auf der Basstrommel ebenso gut in einer Metalband spielen könnte.

(RP)
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