Voerde: Deutsche Bahn weiter gegen Aufzug am Bahnhof Friedrichsfeld

Voerde: Deutsche Bahn weiter gegen Aufzug am Bahnhof Friedrichsfeld

Bahnsteig wird für den Halt des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX) auf 215 Meter verlängert, zwei weitere Rettungswege vorgesehen.

Die Änderungen, die sich im Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Betuwe-Strecke Emmerich-Oberhausen auf dem Abschnitt Friedrichsfeld ergeben haben, betreffen den Haltepunkt: Nach Angaben der Bahn ist "ein zusätzlicher barrierefreier Zugang in Form von Geh- und Radwegrampen südlich der Eisenbahnüberführung Wesel-Datteln-Kanal vorgesehen". Zudem soll die vorhandene Überdachung vor dem bestehenden Bahnsteigzugang zurückgebaut werden. Geplant ist auch, die Bahnsteige auf 215 Meter zu verlängern - ursprünglich waren hier 180 Meter vorgesehen. Die Maßnahme ist erforderlich, damit der Rhein-Ruhr-Express (RRX), der künftig unter anderem auf der Strecke des RE 5 zwischen Koblenz und Wesel verkehren soll, auch in Friedrichsfeld halten kann. Dem Bedarf wird zunächst mit einem Provisorium Rechnung getragen. Noch ist offen, wann mit dem Start des Betuwe-Ausbaus zu rechnen ist. Die notwendigen Arbeiten an der Oberleitung seien abgeschlossen, erklärt ein Bahn-Sprecher. Ab Ende Juni, so der Plan, soll das Provisorium fertiggestellt sein.

Änderungen ergeben sich auch aus dem von den Betuwe-Anrainer-Kommunen mit Bahn und Politik verabredeten ganzheitlichen Rettungskonzept mit Lösungen für die Löschwasserversorgung und die Zuwegung. Ein Punkt: Um die Löschwasser-Erstversorgung bis zum Einsatz des sogenannten Hytrans-Fire-Systems, einer hochleistungsfähigen Pumpe, zu gewährleisten, sind im Abschnitt Friedrichsfeld laut Bahn sieben Hydranten vorhanden und nutzbar. Diese und die vorhandenen Brunnen würden durch einen zusätzlichen Löschwasserbrunnen ergänzt. Auch sollen die bislang geplanten Rettungszuwegungen durch zwei weitere ergänzt werden.

Keine Erwähnung findet in den Änderungen die von der Stadt nach wie vor gestellte Forderung, zusätzlich zur geplanten Rampe einen Aufzug am Haltepunkt Friedrichsfeld vorzusehen. Die Kommune hält die Nutzung der etwa 150 Meter langen Rampe für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, für unzumutbar. Die Bahn wiederum zieht sich darauf zurück, dass eine Möglichkeit für einen barrierefreien Zugang zum Bahnsteig angeboten werden muss - was aus ihrer Sicht mit der Rampe gegeben ist. Darüber hinaus argumentiert sie, dass ein Aufzug sehr wartungsintensiv sei.

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Die Stadt bleibt zudem bei ihrer Forderung nach einem "kompletten Lückenschluss" beim Lärmschutz. So gibt es auch im Planabschnitt, der den Stadtteil Friedrichsfeld betrifft, Bereiche, wo dieser nach dem Willen der Bahn nicht beidseitig realisiert werden soll. Dabei gehe es um Siedlungen im Außenbereich, unterstreicht Voerdes Planungsdezernent Wilfried Limke. Seitens der Bahn heißt es zum Punkt Lückenschluss beim Lärmschutz, man sei dazu mit den Kommunen noch in Verhandlungen.

Unter dem Link www.emmerich-oberhausen.de/files/pdf/downloads/PFA_2_1_Handout.pdf findet sich eine Zusammenfassung zum Deckblattverfahren mit Orientierungshilfe.

(P.K.)
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