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Hünxe: Der Traum von der Steinwüste

Hünxe : Der Traum von der Steinwüste

Offene Gartenpforte mit Regen, Hagel und Sonnenschein: Erwin Brandstäter trotzte den Wetterkapriolen. Besuchern der grünen Oase verriet der Hünxer seinen Plan: eine Steinwüste mit seltenen Pflanzen.

Das Wetter gab einen Vorgeschmack auf den Herbst. Kräftiger Wind, Regenschauer, dazu eher kühle Temperaturen. Erwin Brandstäter trug eine Fleece-Jacke, als er die Besucher in seinem Garten empfing. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr stand die Gartenpforte der Brandstäters in Hünxe neugierigen Besuchern und interessierten Gartenfreunden offen.

Weniger Gäste

Hatte sich der Garten in Hünxe im Juni noch als ein buntes Meer blühender Rhododendren gezeigt, schien es nun beinahe so, als wolle das grüne Areal am Binnebruchweg sich dem Wetter anpassen. Als einzige hielten einige bunte Stauden mit gelben, orangefarbenen und violetten Blüten dagegen.

An den Bäumen hatten die ersten grünen Blätter ihre Farbe nach Gelb und Braun gewechselt. "Das Wetter hat uns in diesem Jahr die Bilanz ein wenig kaputt gemacht," gestand der Hausherr seine Enttäuschung mit Blick auf den großen Teich voller Seerosen. Bei dem wechselhaften Wetter seien deutlich weniger Besucher gekommen als in den vergangenen Jahren, "aber das kann man ja auch verstehen, wenn die Leute dann lieber zu Hause bleiben".

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Fast wie zur Bestätigung seiner Worte setzte ein kräftiger Regenschauer ein. Wie immer hatte Brandstäter seit Anfang Juli viele Arbeiten in seinem Garten erledigt. So war der Rand des kleineren der beiden Teiche neu eingefasst worden. Direkt dahinter ist ein neuer Trockenmauer-Turm entstanden. "Der ist aber noch nicht ganz fertig, die Bepflanzung fehlt noch," gestand der Mann mit dem grünen Daumen.

Dabei hatte ihm seine Ehefrau assistiert und die Arbeiten übernommen, die er selbst nicht mehr erledigen kann. Wegen seiner Erkrankung wird auch im nächsten Jahr nichts großes Neues entstehen. "Das kann ich ja niemandem zumuten, nach meinen Anweisungen zu arbeiten", erklärte Brandstäter lachend. Aber die Ideen seien ihm noch lange nicht ausgegangen. Ein Traum wäre noch eine selbst gestaltete Steinwüste, mir nur wenigen ausgesuchten Pflanzen.

Andere Gärten besuchen

"Mal sehen, vielleicht kommt das, wenn ich den Gemüsegarten nicht mehr schaffe." Bis dahin wird Erwin Brandstäter aber nicht nur seinen Garten genießen, sondern auch die Gespräche mit den Besuchern.

Für das nächste Jahr überlegt er zudem, selbst mal bei anderen Garten-Freunden im Rahmen der offenen Gartenpforten vorbeizuschauen.

(mati)