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Der Lastverkehr zur Halde wird für Anwohner in Lohberg immer unerträglicher.

Lkw-Verkehr : SPD fordert Baustraße zur Halde Lohberg

Die Lkw, die auf der Hünxer Straße zur Halde fahren, empfinden viele Anwohner als eine Zumutung. Die sozialdemokratische Ratsfraktion hat sich der Thematik angenommen und eine Problemlösung aufgezeigt.

Täglich fahren 240 bis 300 Lastkraftwagen über die Hünxer Straße, um Marterial zur Halde Lohberg zu transportieren. Dies wird voraussichtlich noch bis Ende 2024 so weitergehen, so die SPD-Fraktion. Bei den Materialien, die zu Halde gefahren werden, handelt es sich um Bodenaushub, der beim Umbau des Emschersystems anfällt, und um Bodenmassen, die für die Endgestaltung der Halde eingesetzt werden. Der Lkw-Verkehr ist mit einer enormen Lärm- und Abgasbelastung für Anwohner und Umwelt verbunden. Zudem wird die Hünxer Straße durch den Schwerlastverkehr oft stark verschmutzt. Diese Situation ist nach Einschätzung der SPD-Fraktion „nicht länger tragbar und verlangt nach einer schnellen Lösung“.

Wie das Problem gelöst werden könnte, das haben die Sozialdemokraten in einem Antrag formuliert, den sie an Bürgermeister Michael Heidinger gesandt haben, damit der ihn auf die Tagesordnung der Sitzungen, der dafür zuständigen politischen Gremien setzt.

„Diesen unmöglichen Zustand müssen wir jetzt ganz schnell beenden“, sagt Peter Steinbeißer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, über die gegenwärtige Situation in Lohberg, mit der er sich intensiv befasst hat. In dem Antrag seiner Fraktion wird die Anlage einer Baustraße gefordert, die vom Kreisverkehr der Ober-Lohberg-Allee über den oberen Teil des Bergparks bis zur Zufahrt zur Halde führen soll.

Um dies umzusetzen, ist die Verlagerung des dortigen Spielplatzes und der Trimm-Dich-Anlage notwendig. Von der Verwaltung wird erwartet, dass sie Kontakt zu den zuständigen Behörden und der RAG aufnimmt und abklärt, wie die Umsetzung dieses Vorhabens möglich ist.

Wie Peter Steinbeißer gegenüber der RP berichtet, haben er und seine sozialdemokratischen Kollegen Reinhard Wolf und Karl-Heinz Geimer vor etwa zwei Wochen sich die Situation in Lohberg angesehen. Dabei ergab sich zufällig für sie die Gelegenheit, mit Vertreteren der RAG die Thematik vor Ort zu erörtern. „Wir haben dabei das Signal erhalten, dass die RAG ebenfalls an einer schnellen Lösung interessiert ist und die Kosten übernehmen will“, berichtet Steinbeißer.

Der Rat soll nun dafür sorgen, dass die Verwaltung schnellstens in dieser Sache aktiv werden kann. Deshalb haben die Sozialdemokraten die Anlage der Baustraße beantragt. In Abstimmung mit der RAG soll sie geplant und über den jetztigen Spielplatz und das Trimm-Dich-Areal geführt werden. Spielplatz und Trimm-Dich-Anlage sollen durch die RAG demontiert und an einem neuen Platz unterhalb des jetzigen Standortes aufgebaut werden. Später sei der ursprüngliche Zustand wieder herzustellen. Die Verwaltung soll mit der RAG auch über die Kostenübernahme reden.

Weiterhin soll die Kommune mit den zuständigen Genehmigungsbehörden Gespräche führen über die für die Realisierung des Vorhabens befristete Zweckentfremdung von mit Landesmitteln geförderten Flächen. Die befristete Zweckentfremdung führe dazu, dass die Zweckbindungsdauer entsprechend verlängert werde.