Der Kulturkreis Dinslaken stellt künftig regelmäßig im Dachgeschoss des Museums aus

Vernissage am 2. Juni : Kunst am Bügel im Museum Voswinckelshof

Der Kulturkreis Dinslaken stellt künftig regelmäßig im Dachgeschoss des Museums aus.

Nicht glatt gebügelt, sondern bunt und individuell präsentieren 37 Künstlerinnen und Künstler des Kulturkreises Dinslaken vom 2. Juni bis 17. Juli ihre gemeinsame Installation „Kunstbügel“ im Museum Voswinckelshof. Die Ausstellung im Dachgeschoss ist die erste nach dem Treffen einer Vereinbarung des Kulturkreises mit der Stadt, die Fläche im Stadthistorischen Zentrum künftig regelmäßig für Mitglieder oder Kooperationspartner des Kulturkreises zur Verfügung zu stellen.

Der Bedarf besteht, denn Ausstellungsflächen sind in Dinslaken rarer geworden. Die Zeiten, als der Kulturkreis Dinslaken regelmäßig und über die Dauer von mehreren Monaten das Bürgerbüro oder das Café Lueg bespielen konnte, sind lange vorbei. Die Ausstellungen in der Kundenhalle der Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe auf der Friedrich-Ebert-Straße sind auf zwei Wochen beschränkt. Und wie die Kulturkreisvorsitzende Magdalene Schwan-Storost mitteilte, war die 23. Gemeinschaftsausstellung in den Räumlichkeiten der Volksbank Rhein-Lippe die letzte. Die Büros wurden mit großformatigen Bildschirmen ausgestattet, da bleibt für die Kunst nicht mehr viel Platz.

Die neue Ausstellungsmöglichkeit im Voswinckelshof ist allerdings keinesfalls als „Ersatz“ zu sehen. Vielmehr ist es so, dass die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler des Kulturkreises nun den Stellenwert erhalten, der ihnen von der Qualität her auch zusteht. Zumal (Konzept-)Ausstellungen des Kulturkreises im Voswinckelshof ja auch kein Novum darstellen. Man denke nur an „Tondi“ oder „Em-share“. Solche große Schauen wird es auch nach wie vor geben, neu ist die Regelmäßigkeit, mit der künftig zweimal im Jahr das Dachgeschoss genutzt wird. Die Aktivitäten des Kulturkreises werden sich nicht auf die bildende Kunst beschränken: „Wir sind ja Kultur- und nicht Kunstkreis“, so Schwan-Storost. Deshalb wird es im Museum auch Musik, Lyrik und vielleicht auch Theater geben.

Doch zunächst werden die Kunstbügel im Dachgebälk aufgehängt. Jedem Teilnehmer wurden dafür vom Kuratorinnenteam Magdalene Schwan-Storost, Barbara Grimm, Edith Bein, Ruth Bojarra, Barbara Spiekermann-Horn und Gilla Engasser Malpappen im Format von 0,5 mal 1,5 Meter ausgehändigt. Sie können bemalt, beklebt oder auch reliefartig gestaltet werden, nur das Format bleibt fix. Diese Pappen werden an Klemmbügel aufgehangen und so zu einer Rauminstallation konzipiert. 74 Werke wurden bereits eingereicht, wie und ob alle in die Ausstellung Eingang finden, muss noch entschieden werden.

Das Ergebnis sehen die Besucher erstmals bei der Vernissage am Sonntag, 2. Juni, Beginn ist um 11 Uhr. Eine Gelegenheit, mit den Kulturkreismitgliedern ins Gespräch zu kommen, bietet zudem auch ein Kunst-Café am 23. Juni von 14 bis 18 Uhr.

(bes)
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