Dinslaken: Der Emscherumbau soll bis 2020 abgeschlossen sein

Dinslaken : Der Emscherumbau soll bis 2020 abgeschlossen sein

Flussnahe Stadtteile profitieren von einer neuen Kooperation. Der Vertrag ist unterzeichnet.

Einige der angestrebten Ziele hat die Emschergenossenschaft schon erreicht. Bis 2020 soll der Umbau der Emscher, der auch in Dinslaken sichtbar ist, abgeschlossen sein. Auf der in Oberhausen durchgeführten jährlichen Versammlung unterzeichneten Bauminister Michael Groschek, die Emscheranrainer und die Emschergenossenschaft eine neue Kooperationsvereinbarung.

Bis 2020 sollen begleitend zum Emscher-Umbau mehr als 180 städtebauliche Projekte die Lebensqualität für die Bevölkerung in den emschernahen Stadtteilen verbessern. Investiert werden soll ein aus Bundes- und Landesmitteln finanzierter dreistelliger Millionenbetrag. Das Ziel: In der Schlussphase des Emscher-Umbaus will die Region im Jahr 2020 ihren Wandel in all seinen Facetten präsentieren und feiern.

In Dinslaken, der Mündungsstadt der Emscher, läuft seit zwei Jahren die Renaturierung der gesamten Emschermündungsaue. Um die Vorgaben und Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen, muss die Emscher unter vielfältigen, restriktiven Randbedingungen abschnittsweise und stufenweise ökologisch verbessert werden. Mit der Planung soll eine attraktive und ökologisch wirksame Verflechtung der Flüsse Emscher und Rhein sowie darüber hinaus auch der beiden Natur- und Erholungsräume Rheinaue Walsum im Süden und Wohnungswald im Norden erreicht werden. Auch das Klärwerk wird an das künftig abwasserfreie Emscher-System angepasst. Danach wird die vom Schmutzwasser befreite Emscher am Klärwerk vorbei fließen, während der neue unterirdische Abwasserkanal in die Kläranlage mündet.

In der Stadt Dinslaken plant die Emschergenossenschaft im Rahmen des Emscher-Umbaus Investitionen in Höhe von insgesamt 243 Millionen Euro. Davon wurden bislang rund 158 Millionen Euro eingebracht. Abwasserkanäle müssen in Dinslaken, anders als in den anderen Städten, kaum gebaut werden, denn das Klärwerk Emschermündung befindet sich unmittelbar an der Oberhausener Stadtgrenze - und auf Dinslakener Gebiet gibt es keine Abwassereinleitung mehr in die Emscher. Ab dem Klärwerk fließt die Emscher als sauberer Fluss in Richtung Rhein. Die Emscher misst auf Dinslakener Gebiet (vor und hinter dem Klärwerk) rund acht Kilometer, die in den kommenden Jahren noch aufgewertet werden. Zu Beginn des Emscher-Umbaus noch gar nicht eingeplant, mittlerweile jedoch ein erheblicher Mehrwert-Faktor: der Bau neuer Radwegeverbindungen.

In Dinslaken sind im Rahmen des Emscher-Umbaus bis heute neue Wege mit einer Länge von insgesamt sieben Kilometern entstanden.

(RP)