Den Lebensraum der Biene schützen und erhalten

Dinslaken will die Artenvielfalt stärken : Der Biene Lebensraum geben

Dinslaken arbeitet daran, die biologische Vielfalt in der Stadt zu fördern. So entstehen beispielsweise Blühwiesen auf kommunalen Flächen.

Die CDU-Fraktion macht sich weiterhin dafür stark, dass die Stadt Dinslaken das ihr Mögliche unternimmt, um dem Bienen- und Insektensterben etwas entgegenzusetzen. Bereits im November 2017 stellten die christdemokratischen Ratsmitglieder einen entsprechenden Antrag. Im März dieses Jahres forderten sie dann von der Stadtverwaltung weitergehende Maßnahmen zum kommunalen Bienen- und Insektenschutz.

Der städtische Fachdienst Grünflächen erarbeitet für die Entwicklung einer nachhaltigen Strategie gegenwärtig „eine Reihe von Maßnahmen, die sich in Vorbereitung oder bereits in der Umsetzung befinden“, berichtet die Verwaltung in einer Stellungnahme, mit der sich der Planungs-, Umweltschutz-, Grünflächen und Stadtentwicklungsausschuss in seiner nächsten Sitzung beschäftigen wird. Als kurzfristige Maßnahmen, so wird erläutert, werden auf geeigneten städtischen Flächen Blühwiesen angelegt, beispielsweise am Kinderspielplatz Blumenanger, im Straßenbegleitgrün an Claudiastraße und Berthold-Schön-Weg. Weitere Flächen – am Museum Voswinckelshof, an den Kleingartenanlagen Am Heimchen und Heisterbusch sowie an der Evangelischen Stadtkirche und am Kinderspielplatz Rilkeweg – sollen noch in dieser Vegetationsperiode angelegt werden. Diese ausgewählten Standorte sollen den Bürgern der Stadt als positives Beispiel dienen und somit ein Bewusstsein für das Thema Biodiversität und Artenschutz schaffen“. Für das kommende Frühjahr ist geplant, den Bürgern spezielle Saatgutmischungen für Blühwiesen anzubieten.

Wie die Verwaltung weiter ausführt, wurde ein Konzept zur Pflanzung von Hochzeits- und Erinnerungsbäumen erarbeitet, das die Anlage einer artenreichen Streuobstwiese vorsieht. Dies Konzept soll am 2. Juli vom Rat beschlossen werden. Auf Insektenfreundlichkeit achtet die Verwaltung bei Neubauten, so am Bildungszentrum Hagenstraße und der Ernst-Barlach-Gesamtschule sowie bei Ausgleichs- und Pflegemaßnahmen. Seit 2012 werden „auf kommunalen Flächen, die nicht landwirtschaftlich, gärtnerisch oder forstwirtschaftlich genutzt werden, keine Pflanzenschutzmittel mehr verwendet“, erläutert die Verwaltung.

Der Fachdienst Grünflächen, so wird in der Stellungnahme ausgeführt, arbeitet weiter daran, die biologische Vielfalt in der Stadt zu fördern. Doch nicht alle kommunalen Flächen im Straßenbegleitgrün eigneten sich zur Anlage von Blühwiesen. Zu beachten seien Besonnung, Wurzeldruck, Salzbelastung. Zudem solle das Anlocken von Insekten, Kleinsäugern und Vögeln im stark befahrenen Straßenraum vermieden werden. Die CDU regte eine bienen- und insektenfreundliche Pflege des Straßenbegleitgrüns im Rahmen von Patenschaften an. Dies ist laut Verwaltung nicht vorgesehen. Hingewiesen wird darauf, dass Menschen, die in diesem Bereich arbeiten, einen Versicherungsschutz sowie „Unterweisungen zur Arbeit im öffentlichen Straßenraum und zum Umgang mit den entsprechenden Gerätschaften“ brauchen.

Es geht also auch um Haftungsfragen und damit verbundene Auflagen. Zudem weist die Stadt darauf ging, dass gerade ungepflegte Flächen für Insekten häufig am geeignetsten seien.

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