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Dinslaken: Das Tee-Ei ist eine aussterbende Spezies

Dinslaken : Das Tee-Ei ist eine aussterbende Spezies

Zu Ostern sind bunte Eier gerne gesehen. In Teekannen und -tassen könnte das ovale Utensil allerdings bald Geschichte sein. Denn mittlerweile gibt es zahlreiche praktischere Alternativen zur Zubereitung des aromatischen Getränks.

Beim Blick in die Regale des Dinslakener Teeparadieses findet man sie noch: die Tee-Eier. Metallene Gefäße, die man aufschrauben kann, um Teeblätter einzufüllen. Dann nur noch zuschrauben und in die Kanne hängen, in der später grüner oder schwarzer Tee entstehen soll. "Früher waren Tee-Eier noch aus Porzellan. Mittlerweile gibt es sie fast nur noch aus Metall. Vermutlich wurde bei den Porzellan-Eiern die Produktion zu teuer", erklärt Uwe Wibbe, Inhaber des Teeparadieses in der Passage zwischen Neustraße und Rutenwall. Und er hat eine schlechte Nachricht - zumindest für die Tee-Eier. "Die sterben aus. Ich habe sie im Angebot, weil viele Kunden nur das Tee-Ei kennen. Aber mittlerweile gibt es praktischere Alternativen", erklärt Wibbe.

Denn das Tee-Ei hat ein wesentliches Problem. "Der Tee entfaltet sein Aroma am besten, wenn er dafür genügend luftigen Raum hat", erzählt Uwe Wibbe. Das Platzangebot in einem verschlossen Behältnis ist natürlich beschränkt - auch wenn es die Tee-Eier in allen möglichen Größen gibt, geeignet für Tasse oder Kanne gleichermaßen. Allerdings ist es auch in seiner Handhabung etwas kompliziert. Die einfachere Alternative: der Tee-Löffel. Sieht aus, wie ein ganz normaler Löffel, abgesehen davon, dass an seinem Ende eine dem Tee-Ei nicht unähnliche Behältnis für die Blätter zu finden ist. Auf Knopfdruck öffnet es sich - zur Befüllung oder Entleerung. "Einfach füllen, Tee aufbrühen und die Reste mit einem weiteren Öffnen in den Abfall befördern", erklärt Uwe Wibbe das Prinzip. Eine weitere Alternative ist der klassische Teebeutel. Für Liebhaber des heißen Gebräus gibt es die allerdings nicht nur fertig befüllt, sondern auch leer. "Da kann man sich dann seine Teeblätter einfüllen und zum Beispiel im Urlaub schnell Tee kochen", sagt Uwe Wibbe. Aber auch Filtertüten aus Naturmaterialien lassen sich mit dem Rohmaterial für das Heißgetränk befüllen. "Der Nachteil ist da natürlich, dass man jedes Mal den Beutel oder die Filtertüte mit wegwirft - also relativ viel Müll verursacht", erklärt Uwe Wibbe.

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Aber auch da gibt es Alternativen. Einsätze mit Edelstahlfilter zum Beispiel, die bequem in Kanne oder Tassen Platz finden und immer wieder verwendbar sind. "Die sind so feinporig, dass da absolut nichts durchgeht, auch wenn man mal feinere Mischungen verwendet", erzählt Uwe Wibbe. "Außerdem gibt es mittlerweile auch Tassen, die direkt ein Sieb eingebaut haben", sagt der Inhaber des Dinslakener Teeparadieses und zeigt ein entsprechendes Stück aus seinem Angebot. Mit dem Sieb, das sich einfach aus der Tasse nehmen lässt, und einem passenden Deckel sind auch die Brühbecher eine Alternative für Teefreunde. Es muss also zum Osterfest nicht immer das Tee-Ei sein, das im Osternest einen Platz findet - auch wenn die Form so passend ist.

(fla)