Dinslaken: "Das Rathaus nicht den Genossen überlassen"

Dinslaken : "Das Rathaus nicht den Genossen überlassen"

Heinz Wansing tritt für die CDU als Bürgermeisterkandidat an. In einer kämpferischen Rede stimmt er gestern Abend seine Parteifreunde auf den Kampf um das Dinslakener Rathaus ein.

Offiziell ist er von den Parteimitgliedern noch gar nicht nominiert. Das geschieht erst am 5. März, gilt aber als reine Formsache. Und deswegen — schließlich ist die Zeit bis zum Wahltermin 25. Mai knapp — eröffneten die Christdemokraten schon gestern Abend im Bistro der Kathrin-Türks-Halle mit Parteifreunden und Gästen den Bürgermeisterwahlkampf.

Der Applaus, den Heinz Wansing während und nach seiner Vorstellungsrede einheimste, machte dann auch deutlich, dass Dinslakens CDU ganz auf ihren Fraktionschef als Bürgermeisterkandidaten setzt. Der hatte Amtsinhaber Dr. Michael Heidinger schließlich schon bei der letzten Bürgermeisterwahl einen harten Wettstreit geliefert und war nur knapp unterlegen.

In einer kämpferischen Rede machte Wansing deutlich, dass er auch diesmal gewillt ist, seinem SPD-Kontrahenten alles abzuverlangen. "Ich habe nicht vergessen, dass der amtierende Bürgermeister und seine SPD versucht haben, uns nach der Wahl 2009 kalt zu stellen", nannte Wansing einen Grund für seine Motivation. Es sei aber nur ein halbes Jahr vergangen, "bis wir dem Bürgermeister gezeigt haben, wo der Hammer hängt".

Heute komme an der CDU in der Dinslakener Politik niemand vorbei. "Ich werde das Rathaus nicht allein den Genossen überlassen", versicherte er.

Der CDU-Kandidat stellte aber auch klar, dass es ihm nicht um den politischen Kampf um des Kampfes willen geht. "Wir sind in den letzten Jahren oft gefragt worden, warum wir nicht viel öfter den Bürgermeister vor die Wand haben laufen lassen. Da sage ich nein. Eine Blockadepolitik mag gut fürs Ego sein, ist aber schlecht für die Stadt, also schlecht für die Menschen."

Was er als gut für diese Stadt erachtet, sagte Wansing auch. Er möchte Dinslaken zu einer sozialen Stadt machen, die jungen Familien und alten Menschen gleichermaßen bezahlbaren Wohnraum bietet. Dazu müssten entsprechende Förderprogramme auflegt werden. "Wenn eine Stadt wie Dinslaken ein sehr erfolgreiches Wohnungsbauunternehmen wie die Wohnbau beheimatet, das dazu noch mehrheitlich in öffentlicher Hand ist, muss doch mal die Frage gestellt werden, ob eine möglichst hohe Gewinnausschüttung an die Eigner der größte mögliche Nutzen ist oder vielmehr eine gesteuerte Einflussnahme auf den sozial ausgerichteten Wohnungsbau der beiteiligten Kommunen Hünxe, Voerde und Dinslaken", erklärte Wansing.

Vor ihm hatte eine Kandidatin aus den Reihen der Dinslakener Christdemokraten ihren Auftritt: Christiane Seltmann, Rechtsdirektorin im Dinslakener Rathaus. Die bewirbt sich bekanntlich um das Amt der Landrätin und nutzte die Gelegenheit, um um Unterstützung zu werben.

(RP)
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