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Das Abgrabungsgelände in Bruckhausen wird vergrößert

Kieswerk Hünxe : Das Abgrabungsgelände wird vergrößert

Die Zaunanlage, die den aktuellen Bereich der Auskiesung an den Tenderingsseen umschließt, wird ausgeweitet. Ein viel genutzter Weg geht dadurch verloren, doch soll dafür ein temporärer Ersatzweg angelegt werden.

Seit etwa zwei Jahren läuft die Gewinnung von Kies und Sand im Bereich Fliebeckshof an den Tenderingssseen. Dabei handelt es sich um die sogenannte Ost-Erweiterung, südlich Schwarzer Weg und nördlich des Lohberger Entwässerungsgrabens. Das Kieswerk in Hünxe wird von der Heidelberger Kieswerke Rhein-Ruhr GmbH betrieben. Gegenwärtig wird die Zaunanlage, die den aktuellen Auskiesungsbereich eingrenzt, deutlich ausgeweitet. Vor einiger Zeit wurden an der Einzäunung Aushänge angebracht, mit denen darauf hingewiesen wurde, dass das Auskiesungsgelände vergrößert wird.

„Der Abgrabungsbereich verändert beziehungsweise vergrößert sich im Zuge der fortlaufenden Auskiesung täglich; korrekt ist, dass der ursprünglich sehr kleinräumig abgezäunte Bereich zeitnah vollständig ausgekiest ist“, wie Werksleiter Martin Wollschläger berichtet. Die weitere Abbauplanung schließe an den Fortgang entsprechend der Planfeststellung an.

Mit einem Aushang an dem bestehenden Zaun wird die Vergrößerung der Zaunanlage angekündigt. Foto: Heinz Schild

In der vergangenen Woche wurde laut Unternehmensaussage mit der Errichtung des neuen Zaunes begonnen, in dieser Woche soll die erweiterte Zaunanlage stehen, so sehen es die Planung vor. Durch die Einzäunung entfällt künftig der Weg südöstlich des bestehenden Abbaufeldes. Daher haben die Heidelberger Kieswerke Rhein-Ruhr die Anlage eines geschotterten Ersatzweges vorgesehen, der als Verbindung ausgehend vom Schwarzen Weg Richtung Süden dienen soll und weiter östlich liegen wird. „Aufgrund der hohen Sport- und Freizeitnutzung der an der Abgrabung angrenzenden Wege und aufgrund der einen mit der erweiterten Einzäunung entfallenden Wegeverbindung haben wir uns entschlossen, temporär einen mineralisch befestigten Ersatzweg zu erstellen“, so Werksleiter Markus Wollschläger weiter. Die Anlage dieses Weges soll parallel beziehungsweise im Anschluss an den Bau des neuen Zaunes erfolgen. Geplant ist, dass die neue Umzäunung erst dann geschlossen wird, wenn der Ersatzweg fertig und nutzbar ist. Damit Anwohner und Freizeitnutzer dieses Bereiches „weiterhin und uneingeschränkt den Bereich der älteren Abgrabungsseen erreichen können“. Die gesamte Auskiesung umfasst laut Unternehmensaussage eine Fläche von etwa 50 Hektar, hiervon sei bisher nur ein sehr kleiner Bereich in der Abgrabung aufgegangen.

Für die Auskiesung im Bereich Fliebeckshof wurde seinerzeit eine neuen Bandstraße gebaut, auf der Kies und Sand transportiert werden. Die Trasse verläuft vom Abgrabungsgebiet teilweise parallel zum Tenderingsweg in Richtung Strandbad. Unterirdisch quert sie dann die Fahrbahn der Straße in Höhe des öffentlichen Parkplatzes, überirdisch geht es weiter zum Aufbereitungswerk, das sich in der Nähe des Strandbades Tenderingssee befindet.

Der Weg, der rechts am Stahlgitterzaun verläuft, wird wegfallen.  Foto: Heinz Schild

Die Gewinnung von Kies und Sand erfolgt mittels eines Saugbaggers, der auf dem Wasser schwimmt. Die Vorkommen werden dabei im sogenannten Nassbaggerverfahren unterhalb des mittleren Seewasserspiegels gewonnen. Mit einem Saugrohr werden die unter Wasser liegenden Bodenschichten als Kies-Sand-Wasser-Gemisch gefördert und dann zu einem Schöpfrad gepumpt. Dort wird dieses Gemisch, das einen Wassergehalt von etwa 60 Prozent aufweist, entwässert. Das anfallende Wasser wird zurück in den Auskiesungsbereich geleitet. Kies und Sand werden zum Aufbereitungswerk transportiert.