Dach von Wasserschloss Haus Voerde ist fertig saniert

Dachsanierung ist abgeschlossen: Das Wasserschloss ist jetzt wieder wetterfest

Das Dach von Haus Voerde ist fertig. Die Stadt kommt günstiger Weg als befürchtet: Es kommen noch einmal 100.000 Euro Fördergeld. Das Baugerüst steht noch für den Fassaden-Anstrich.

Das Dach des Wasserschlosses Haus Voerde ist fertig. Zuletzt hatte die Stürme die Fertigstellung erschwert, und generell war das Wetter in der jüngsten Zeit nicht ideal für Dacharbeiten, wie Bürgermeister Dirk Haarmann feststellt. Jetzt sind die letzten Restarbeiten abgeschlossen. Das Baugerüst bleibt aber noch etwas stehen, um der Fassade neue Farbe zu verpassen.

Die Stadt Voerde freut sich zudem über zusätzlich 100.000 Euro Fördergeld für die Dachsanierung. Die Ankündigung des Bewilligungsbescheides über diese Summe ist am Mittwoch im Rathaus angekommen. „Direkt aus Berlin nach Voerde“, so Haarmann.

Die Reparaturen am denkmalgeschützten Gebäude waren wie berichtet unerwartet teurer geworden. Vor dem Beginn der Arbeiten war man von Kosten von 160.000 Euro ausgegangen. Die Hälfte dieser Summe, also 80.000 Euro, sollte aus Bundesmitteln fließen, die über ein Sonderprogramm für Denkmalschutz bereitgestellt werden.

Dann zeigte sich: Die Schäden waren viel größer als erwartet. Es gab Probleme mit dem Gebälk, die aufwändig behoben werden mussten. „Und die Turmhaube musste komplett entfernt und neu aufgebaut werden“, erklärt Bürgermeister Haarmann. Also hat die Stadt Voerde aus dem selben Fördertopf weitere Mittel „nachbeantragt“. „Wir haben aufgezeigt, dass die Mehrkosten 200.000 Euro betragen“, sagt Haarmann. Auch von diesen Mehrkosten wird nun also die Hälfte übernommen.

Für die Stadt Voerde ist das eine große Erleichterung, erklärt der Bürgermeister. „Wir sind nach wie vor in einer angespannten Haushaltssituation“, sagt er. „Wir sind wirklich froh und glücklich, dass die Gesamtsituation so ist, dass wir noch Fördermittel erhalten konnten.“ Das sei nicht unbedingt selbstverständlich. Die Mittel aus Fördertöpfen sind begrenzt, und wenn sie leer sind, sind sie leer. Gelegentlich werden Projekte, die Kommunen angemeldet haben, aber günstiger als angedacht, oder – der vermutlich häufigere Fall – sie kommen erst gar nicht zustande. So können einmal bewilligte Gelder auch wieder in den großen Topf zurückfließen. Noch bevor man in Voerde von dem Geldsegen wusste, kündigte die CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss aus Dinslaken die gute Nachricht an und freute sich über die Entscheidung. Die Aufstockung der Fördermittel, so Weiss, sei ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des bedeutenden Denkmals und der reichen Kulturlandschaft am Niederrhein.

Tatsächlich ist das Wasserschloss  Haus Voerde ein Wahrzeichen der Stadt. Heutigem Wissenstand nach liegen seine Anfänge schon vor dem Jahr 1200. Es bietet die Szenerie für Kulturveranstaltungen und Hochzeiten und ist ein beliebtes romantisches Fotomotiv.

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