Chance. Die Planung der L4n von Beginn an begleiten

Dialog zur L4n : Chance: Die Planung von Beginn an begleiten

Die Stadt Dinslaken und die Gemeinde Hünxe freuen sich über die gelungene Auftaktveranstaltung zum Dialog zur Landstraße L4n. „Gelungen deshalb, weil bereits in dieser Veranstaltung offen, konstruktiv und zugleich kontrovers diskutiert werden konnte“, formuliert Marcel Sturm, Pressesprecher der Stadt Dinslaken, die Einschätzung der Kommune.

Das Verkehrsministerium habe deutlich gemacht, dass die L4n für das Land Nordrhein-Westfalen hohe Priorität habe. Hünxes Bürgermeister Dirk Buschmann bescheinigte dem Land einen starken Auftritt bei der Veranstaltung. Es sei wichtig, die Menschen frühzeitig einzubinden. Dies ist nach Ansicht von Buschmann der beste Weg, um kontroversen Diskussionen zu begegnen.

Er zeigte sich überzeugt, durch den Dialog zu einer guten Lösung zu kommen. Für Dinslaken – wie auch für Hünxe – bietet der Dialog Chancen, „wichtige Argumente, Sichtweisen und Interessen in den Prozess einzubringen“, so Sturm. Spätere Formen der Beteiligung, Einflussnahme und rechtlichen Prüfung würden dadurch nicht eingeschränkt. Der Veranstaltungsabend hat aus Dinslakener Sicht deutlich gezeigt, wie wichtig es sei, mit Vorhaben wie der L4n völlig transparent umzugehen. Eine Dokumentation des Abends will die Stadt Dinslaken in Kürze auf ihrer Homepage veröffentlichten

Das L4n-Forum, dem 30 Teilnehmer angehören werden, soll noch vor den Sommerferien erstmals zusammenkommen, wie Maik Bohne, Moderator der IFOK GmbH, im RP-Gespräch erklärte. Dann sollen die Mitglieder dieses Gremiums die Möglichkeit haben, sich gegenseitig kennenzulernen und die Spielregeln für den Dialog aufstellen. Wichtig ist nach Einschätzung von Bohne, dass auch die unterschiedlichen Perspektiven, die Dinslaken und Hünxe haben, thematisiert werden. Es soll im Forum deutlich werden, warum wer welche Sichtweise vertritt.

Im gegenwärtigen Verfahren, das für Straßen NRW nun neu beginne, sieht Maik Bohne die einmalige Chance für die Beteiligten des Dialogforums, die Planung von Beginn an zu begleiten und frühzeitig die eigenen Belange einbringen zu können. Nun stünden die Verkehrszählung und die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) an. Anfangs werde es um die grundsätzliche Frage nach dem Bedarf der Straße gehen und warum die L4n benötigt werde. Auch werde es um das Nutzen-Kosten-Verhältnis gehen, das nach bisherigen Feststellungen für die angedachte Straßenverbindung zwischen der B8 und der A3 als besonders gut angegeben wird. Straßen NRW will die Umweltverträglichkeitsstudie in diesem Sommer vergeben.

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