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CDU will in Dinslaken Einzelhandel, Tourismus und Gastronomie stärken

Corona-Krise verführt zum Online-Shopping : CDU will Gastronomie, Tourismus und Einzelhandel stärken

Eine externe Werbeagentur soll mit der Konzeptionierung und Durchführung einer Werbekampagne zum Thema „Einkaufen und genießen in Dinslaken“ beauftragt werden. Das vorgeschlagene Konzept sieht auch einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag für Dinslaken vor – und zwar am 4. Oktober.

Die Corona-Krise hat dem Einzelhandel, der ohnehin durch den Online-Handel gebeutelt war, weiter geschwächt. Die Branche rechnet bundesweit mit 50.000 Insolvenzen. Die CDU Dinslaken hat sich mit dem Thema beschäftigt und will Dinslakens Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus stärken. Dazu hat die CDU-Fraktion einen Antrag mit vier wesentlichen Punkten gestellt.

Eine externe Werbeagentur soll mit der Konzeptionierung und Durchführung einer Werbekampagne zum Thema „Einkaufen und genießen in Dinslaken“ beauftragt werden, beantragt die CDU. Bei der Entwicklung der Kampagne sollen alle Werbegemeinschaften und Marketingvereine des Dinslakener Einzelhandels sowie Vertreter der Gastronomie einbezogen werden.

Große Teile der Politik und Verwaltung hätten in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen zur Innenstadtumgestaltung umgesetzt, um den Einzelhandels- und Einkaufsstandort Dinslaken nachhaltig zu stärken, so CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz Wansing. Durch die Coronaepidemie aber habe sich das Einkaufsverhalten der Menschen „noch mehr in Richtung Online-Shopping orientiert“. Eine Werbekampagne soll nicht nur die Dinslakener Innenstadt, sondern auch auf den Einzelhandel in Hiesfeld und andere Bereiche der Stadt in den Fokus rücken. „Zur Mitfinanzierung ist es denkbar, dass die Verwaltung partnerschaftliche Unternehmen anspricht“, sagt Wansing.

Außerdem beantragt die CDU, den 11. Oktober zum verkaufsoffenen Sonntag zu erklären. Der Stadtrat hatte im vergangenen Jahr den verkaufsoffenen Sonntag am 4. Oktober abgelehnt, um den Mitarbeitern des Einzelhandels das lange Wochenende nach dem Feiertag (3. Oktober) nicht zu nehmen. „Da aber der Oktober-Sonntag neben den Dezember-Sonntagen der umsatzstärkste ist, hält die CDU den verkaufsoffenen Sonntag am 11. Oktober für gerechtfertigt und insbesondere in diesem Jahr für erforderlich“, sagt Wansing. Die Gesamtzahl der vom Rat beschlossenen verkaufsoffenen Sonntage würde sich dadurch nicht verändern, so die CDU. Aufgrund der Corona-Beschränkungen fallen zwei verkaufsoffene Sonntage (17. Mai und 30. August) weg.

Das Tourismuskonzept sei bislang kaum umgesetzt worden. Die CDU möchte den Wohnmobil-, Rad- und Reittourismus intensiver in den Fokus nehmen. Die Stadtverwaltung soll bis Jahresende „einen Fahrplan zur Umsetzung verschiedener Maßnahmen“ vorlegen, sagt CDU-Sprecher Fabian Schneider. In den kommenden Jahren sei, nicht nur coronabedingt, ein Anstieg des inländischen Tourismus zu erwarten. Dinslaken könne von dieser Entwicklung profitieren. Das Stellplatzangebot für Wohnmobile müsse „deutlich ausgebaut“ werden. Etwa am Rotbachsee und am Parkplatz  an der Hans-Efing-Halle. Auch die Entwicklung des Freibadgeländes in Hiesfeld werde „von entscheidender Bedeutung sein“.

Weiter fordert die CDU die Erstellung einer Tourismusplattform. Dort sollen Informationen etwa zu Fahrradrouten, Ausflugsmöglichkeiten, Gastronomieangebote und kulturelle Angebote gebündelt werden. Als erster Schritt zu einem Tourismusleitsystem sollen laut CDU an den Eingangsstraßen, den Eingängen der Stadt an Rad- und Wanderwegen und den Toren zur Altstadt Willkommens- und Hinweis-/Informationsschilder installiert werden.

(RP)