Carolin Inkmann will in Drevenack Mottotorten herstellen

Mit guten Ideen und Leidenschaft : Ein eigener Laden für die Tortenkunst

Carolin Inkmann will in Drevenack eine Idee verwirklichen. Sie möchte Seminare geben und zeigen, wie schöne Mottotorten zu Hochzeiten, Geburtstagen, zur Kommunion oder anderen Anlässen gelingen.

Ihr Ziel hat Carolin Inkmann in der jüngsten Staffel von „Das große Backen“ nicht erreicht, die Fans wissen es längst. „Ich wäre gern unter den letzten fünf Kandidaten gewesen“, sagt die Schermbeckerin, die sich aber eher in Drevenack zu Hause fühlt. „Ich bin mit dem Zeitdruck nicht klar gekommen“, sagt sie – zu komplizierte Motto-Torten hat sie präsentieren wollen, das ist in fünf Stunden nicht machbar.

Das ist jetzt Geschichte. Inkmann reist weiter von Tortenmesse zu Tortenevent, präsentiert ihre Arbeiten, heimst Preise ein. Zuletzt in Birmingham, wo sie Bronze für einen lebensechten Krebs auf der Torte erhielt. „Es geht dabei mehr um die Kunst, es ist nichts, wo man hineinbeißen möchte“, sagt sie und lacht. Heute ist Inkmann (40) in Offenbach bei der Cake & Bake.

Die ehemaligen Kandidaten verstehen sich gut, stehen noch in Kontakt. Und besuchen mitunter gemeinsam Veranstaltungen. Demnächst steht Stuttgart an, mit Steffen (die Nachnamen der Kandidaten verrät der Sender nicht). Und derzeit dekoriert die vierfache Mutter das Ladenlokal an der Hünxer Straße 5: Ihr Laden. Hier will sie ihr Hobby an Interessierte weitergeben. Besonders gern an Kinder, „die sind es, die uns immer als erste erkennen. Guck mal, da sind doch die aus dem Fernsehen...“. Und dann geht es ans Autogramme schreiben.

Minikunstwerke wie dieses lassen sich aus Fondant herstellen. Carolin Inkmann will ihr Hobby weitergeben – sie zeigt, wie es geht. Foto: Weissenfels

Kindergeburtstage wären hier möglich - Carolin Inkmann würde mit den Kleinen Kekse verzieren oder Cupcakes. „So ab vier Jahren geht das“, sagt sie. Ihre Fantasie kennt kaum Grenzen. Mit älteren Kindern könnte man Tiere formen, Einhörner beispielsweise. „Es wäre ein kreativer Betriebsausflug, oder man könnte als Junggesellenabschied eine Torte für das Paar gestalten.“

Allerdings: Es werden keine Backkurse. Bei Carolin Inkmann geht es darum, Torten aus Fondant kreativ zu verzieren, die Böden, die sie sonst selbstverständlich selbst backt, kommen dann vom Bäcker. „Ich dürfte sie nicht machen, ich bin ja keine Konditorin.“ Die Vorschriften sind da ziemlich genau, wenn auch nicht immer logisch. „Wenn ich 47 wäre, dürfte ich.“ Aber die Cremes darf sie in der ehemaligen Fahrschule rühren, so lange kein Kunde im Laden ist. „Ich habe vor der Renovierung das Gesundheitsamt gesprochen, damit am Ende auch alles richtig ist.“

Wo nimmt eine Frau mit vier Kindern die Zeit her für so ein Projekt? „Ich kann sie mir ja einteilen, ein Seminar geben, wenn mein Mann da ist“, erläutert sie. Der erste Kursus startet am 21. Dezember, klar, das wird eine Weihnachtstorte. Sechs bis sieben Stunden dauert es schon, bis so ein Kunstwerk fertig ist. Themenkurse wird es geben, beispielsweise zur Kommunion oder Einschulung. Es gibt kaum etwas, das sich auf einer Torte nicht thematisieren ließe.

(sz)
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