1. NRW
  2. Städte
  3. Dinslaken

Caritas Dinslaken will Senioren vielfältiges Leben im Alter ermöglichen

Neues Projekt in Lohberg : Vielfältiges Leben im Alter ermöglichen

Die zunehmende Vereinsamung der Menschen ist ein gesellschaftliches Problem. Davon betroffen sind auch viele Senioren. Die Caritas bietet speziell dieser Gruppe ein neues Beratungs- und Begleitungsangebot im Don-Bosco-Haus.

Die Gefahr, im Alter zu vereinsamen, ist groß. Beispielsweise wenn die eigene Mobilität eingeschränkt ist, Familienangehörige weiter weg wohnen. Um dem entgegenzuwirken, gibt es bei der Caritas in Dinslaken das neue Beratungs- und Begleitungsangebot „Vielfältiges Leben im Alter“, das vom Land Nordrhein-Westfalen finanziell gefördert wird. Anlaufstelle ist das Don-Bosco-Haus an der Lohbergstraße 69. Als Ansprechspartner steht dort Lukas Henzler zur Verfügung. Der 23-jährige Dinslakener, der Sozialarbeit studiert hat, freut sich auf seine neue Aufgabe. Er will nun auf das Projekt aufmerksam machen und dafür sorgen, dass es bekannt wird.

Bewusst wurde das Haus der offenen Tür im Stadtteil Lohberg als Anlaufstelle gewählt, denn, wie Caritas-Direktor Michael van Meerbeck sagt, geht es auch darum, „Jugend und Alter zusammenzuführen“. So kann er sich gut vorstellen, dass im Don-Bosco-Haus demnächst regelmäßig an einem Nachmittag junge Menschen und Senioren zum gemeinsamen Kaffeetrinken und Austausch zusammenkommen. Eine der ersten Aufgaben des neuen Mitarbeiters Lukas Henzler wird es sein, sich ins Netzwerk der Stadt Dinslaken zu begeben, es zu stärken, damit man gemeinsam der Vereinsamung von älteren Menschen entgegentritt. Zudem soll er, unterstützt durch weitere Fachleute, dazu beitragen, die Eigenkräfte der Senioren zu aktivieren, damit diese ein vielfältiges Leben führen können.

 Jessica Tepass und Lukas Henzler von der Caritas machen sich für ein vielfältiges Leben im Alter stark.
Jessica Tepass und Lukas Henzler von der Caritas machen sich für ein vielfältiges Leben im Alter stark. Foto: Heinz Schild
  • Die Lebensqualität der älteren Menschen soll
    Älter werden in Radevormwald : Ein Wegweiser für die Senioren im Kreis
  • Gut gelaunt bei der Eröffnung des
    Unterstützung in Neuss : Weiterer Lotsenpunkt eröffnet
  • Verkehr in Krefeld : Polizei zeigt Senioren Gefahrenstellen

Bei dem neuen Angebot des Caritasverbandes in Dinslaken geht es um Kontakt und Austausch, Information, Beratung sowie Begleitung, aber auch um Teilhabe und Freizeitangebote. Unterstützt wird das Projekt von der Stadt Dinslaken. „Viele Menschen fühlen sich im Alter oft allein gelassen und haben deshalb den Wunsch nach einem Ansprechpartner“, weiß Holger Mrosek, der in der Dinslakener Stadtverwaltung den Geschäftsbereich Jugend und Soziales leitet, zu berichten. Man dürfe die Senioren nicht allein lassen. Deshalb betont Mrosek die Bedeutung der aufsuchenden Altenarbeit. Er hat zudem den Eindruck gewonnen, dass in Lohberg die Einsamkeit von Menschen mit Migrationshintergrund steigt.

Wichtig ist es nach Überzeugung von Caritas-Mitarbeiterin Jessica Tepass, bei den Senioren präventiv tätig zu werden, bereits im vorpflegerischen Bereich. Denn auch ältere Bürger, die nicht pflegebedürftig seien, würden oftmals zu Hausen vereinsamen. „Wir müssen Freizeitangebote schaffen und die Nachbarschaftshilfe stärken“, so Tepass weiter. „Die Menschen sollen in Gemeinschaft alt werden und leben können“, sagt Caritas-Direktor Michael van Meerbeck.

Das Projekt der Caritas wird durch das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales gefördert, das die Personalkosten (30 Stunden pro Woche) trägt und dem Wohlfahrtverband eine Pauschale zu den Sach- und Raumkosten gewährt. Mit dem Beratungs- und Begleitungsangebot in Dinslaken, das in Lohberg verortet ist, startete der Verband am 1. August. Vorgesehen ist, dass regelmäßig eine Sprechstunde im Alfred-Delp-Haus der Caritas am Baßfeldshof stattfindet. Auch hier sollen die Menschen angesprochen und ihnen Wege aus der zunehmenden Einsamkeit im Alter aufgezeigt werden. Zielgruppe sind Menschen im Alter von 60 plus. In Wesel-Büderich sowie in Voerde läuft das Projekt „Vielfältiges Leben im Alter“ bereits.