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Bundestagswahl 2021 in Dinslaken: Wahllokale, Kandidaten, Parteien

Wahllokale, Kandidaten, Parteien : Was Sie zur Bundestagswahl 2021 in Dinslaken wissen müssen

Am 26. September 2021 findet die Bundestagswahl statt. In Dinslaken stellen die ersten Parteien ihre Direktkandidaten auf. Das müssen Sie zu Ihrem Wahlkreis und den Kandidaten wissen.

Zu welchem Wahlkreis gehört Dinslaken?

Dinslaken gehört zum Wahlkreis Oberhausen – Wesel III. Dieser Wahlkreis mit der Nummer 117 umfasst Oberhausen und die Stadt Dinslaken, die zum Kreis Wesel gehört. Einen Überblick über die Wahlkreise in Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.

Wann öffnen die Wahllokale in Dinslaken?

Traditionell um 8 Uhr am Wahl-Sonntag. Vorher ist die Stimmabgabe per Briefwahl möglich.

Wie finde ich das richtige Wahllokal in Dinslaken?

Das Wahllokal steht immer auf der Wahlbenachrichtigung. Die Stadt Dinslaken bot bei vergangenen Wahlen außerdem über ihre Internetseite einen Link zu einem „Wahlraumfinder“ an und wird das sicher auch im September wieder tun. Darüber lässt sich herausfinden, welches Wahllokal für die eigene Adresse das richtige ist.

Was passiert, wenn man seine Wahlbenachrichtigung verloren hat?

Wer eine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, ist bereits in das Wählerverzeichnis eingetragen worden. Verliert man diese Wahlbenachrichtigung, kann man trotzdem wählen gehen, und zwar, indem man sich im Wahlraum mit dem Personalausweis oder Reisepass ausweist. Wer jedoch keine Wahlbenachrichtigung bekommen hat, steht möglicherweise nicht im Wählerverzeichnis und sollte sich an das Wahlamt der Heimatstadt wenden.

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Wie und wo kann man Briefwahl beantragen?

Die Wahlbenachrichtigungen werden nach Erstellung des Wählerverzeichnisses – etwa einen Monat vor dem Wahltermin – versandt. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung finden Sie einen Antragsvordruck. Die Antragstellung ist nach Erstellung des Wählerverzeichnisses auch online möglich.

Wer sind die Abgeordneten, die man über die Erststimme wählen kann? Was muss man über sie wissen?

Wer in einem Wahlkreis die einfache Mehrheit der Erststimmen sammelt, erhält automatisch ein Bundestagsmandat. Einige Kandidaten, die dafür antreten – die „Direktkandidaten“ – stehen in den Startlöchern.

SPD – Dirk Vöpel Der Vertreter des Wahlkreises Dinslaken/Oberhausen, der Abgeordnete Dirk Vöpel, steht parat. Er wurde in den Jahren 2013 und 2017 „direkt“ gewählt. Offiziell als Kandidat gekürt ist er noch nicht – die Delegiertenkonferenz zur Wahl ist erst im Juni. Aber er hat Wunsch und Bereitschaft verkündet, wieder anzutreten, und bislang gibt es keine weiteren Kandidaten. Vöpel wurde 1971 in Oberhausen geboren und ist dort aufgewachsen. Er trat als Schüler in die SPD ein und war dort durchgängig engagiert. Er hat in jüngeren Jahren ein Jurastudium abgebrochen, um als selbstständiger IT-Dienstleister zu arbeiten. Seit 2013 ist er im Bundestag, seit 2015 Vorsitzender der SPD Oberhausen. Er hat eine Tochter.

 Dirk Vöpel hat den Wahlkreis zwei Mal „direkt“ geholt.
Dirk Vöpel hat den Wahlkreis zwei Mal „direkt“ geholt. Foto: Martin Büttner/Büttner, Martin (m-b)

CDU – Marie-Luise Dött Für die CDU geht erneut Marie-Luise Dött ins Rennen. Die Politikerin sitzt bereits seit 1998 im Deutschen Bundestag. Sie ist umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und im Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU. Dött ist 1984 in die CDU eingetreten. Geboren wurde sie 1953, sie ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Sie ist ausgebildete Einzelhandelskauffrau, Gemmologin und Diamantgutachterin.

 Marie-Luise Dött tritt erneut für die CDU an.
Marie-Luise Dött tritt erneut für die CDU an. Foto: Martin Büttner/Büttner, Martin (m-b)

FDP – Roman Müller-Böhm Roman Müller-Böhm will für die Liberalen in Berlin bleiben. Im Jahr 2017 ist er über die Landesliste für den Wahlkreis Dinslaken/Oberhausen in den Bundestag eingezogen. Mit seinen 28 Jahren ist er dort das derzeit jüngste Mitglied. Müller Böhm wurde 1992 in Essen geboren und ist in Mülheim an der Ruhr aufgewachsen, wo er auch früh politisch aktiv war. In die FDP ist er 2010 eingetreten, zuvor war er bei den Jungen Liberalen.

 Roman Müller-Böhm ist derzeit der jüngste deutsche Bundestagsabgeordnete.
Roman Müller-Böhm ist derzeit der jüngste deutsche Bundestagsabgeordnete. Foto: Bernhardt Link - Farbtonwerk

Die Linke – Sascha Wagner Der 40-jährige Sascha Wagner aus Dinslaken ist der Direktkandidat von Die Linke. Er will die Nachfolge von Niema Movassat antreten, der seit 2009 im Deutschen Bundestag sitzt und nicht erneut kandidiert. Sascha Wagner war früher Geschäftsführer seiner Landespartei und ist seit 2014 Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Kreistag Wesel. Er wurde 1980 in Essen geboren und kam 2007 zur Linken, von 2005 bis 2007 war er in der PDS.

 Sascha Wagner will für Die Linke nach Berlin.
Sascha Wagner will für Die Linke nach Berlin. Foto: Die Linke

Grüne Als Direktkandidat war bereits Tareq Alaows benannt. Nach Anfeindungen und Bedrohungen hat Alaows seine Kandidatur aber zurückgezogen, die Grünen müssen einen neuen Bewerber suchen. Der Vorgang hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt.

Die Partei – Hajo Sommers Für die Satirepartei Die Partei will Hajo Sommers nach Berlin. Sommers ist Vorstandsvorsitzender des Fußballvereins Rot-Weiß-Oberhausen und Chef der Oberhausener Kleinkunstbühne „Ebertbad“. Er hat erklärt, Politik sei „viel zu wichtig, um auf Satire verzichten zu können“. Außerdem nannte er das Ziel, Kultur und Sport zu fördern. Sommers wurde 1958 in Oberhausen geboren und ist mit der Kabarettistin Gerburg Jahnke verlobt.

 Hajo Sommers kennt man als Fußballfunktionär und aus der Kulturszene.
Hajo Sommers kennt man als Fußballfunktionär und aus der Kulturszene. Foto: Bahn/RWO/H.Bahn

Die Basis – Ralf Wosnek Die neue Partei Die Basis stellt den 52-jährigen Ralf Wosnek auf. Die Basis ist im Umfeld von Protesten gegen staatliche Corona-Maßnahmen entstanden. Ralf Wosnek ist einer der beiden Vorsitzenden des Kreisverbands Wesel. Er stellt sich als ehemaligen Unternehmer, aufgewachsen in Dinslaken, und Vater von drei Kindern vor. Er werde sich „für die Reduzierung von staatlicher Regulierung und Rückkehr zur freien Marktwirtschaft“ einsetzen und ist für die „umgehende Wiederöffnung aller von der Krise betroffenen Unternehmen“. 

 Ralf Wosnek ist Direktkandidat für Die Basis.
Ralf Wosnek ist Direktkandidat für Die Basis. Foto: je/Johannes Evers

Wie hoch war die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2017 in Dinslaken?

Die Wahlbeteiligung lag bei der Bundestagswahl 2017 bei 77,38 Prozent.

Wie haben die Parteien in Dinslaken abgeschnitten?

Die CDU kam bei der Bundestagswahl in 2017 auf 27,06 Prozent, die SPD auf 32,12 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen auf 6,32 Prozent, die Linke auf 8,42 Prozent, die FDP auf 11,27 Prozent, die AfD auf 10,75 Prozent, die Allianz Deutscher Demokraten auf 0,84 Prozent, Sonstige auf 3,22 Prozent.

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