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Bürgerinitiaitve Barmingholten: Dinslaken soll Logistikpark ablehnen

Kooperationsfläche Barmingholten : Bürgerinitiative: Stadt soll Logistikpark ablehnen

Die Entwicklung der Fläche in Barmingholten soll auch dann möglich sein, wenn sie von Dinslaken als Kooperationsstandort abgelehnt wird.

Der Ablehnung des regionalen Kooperationsstandortes Barmingholten steht nun nichts mehr im Wege. Das meint zumindest die Barmingholtener Bürgerinitiative, die sich gegen den geplanten Logistikpark einsetzt, nachdem sie den von der Politik gewünschten Nachweis eingeholt hat, dass die Fläche auch nach einer Ablehnung als Kooperationsstandort weiter von der Stadt entwickelt werden könne.

Nach einer intensiven Diskussion  im Planungsausschuss wollte die Politik den schriftlichen Nachweis, dass die Stadt Dinslaken die Fläche nach ihren Vorstellung entwickeln könne, auch wenn das Areal als Kooperationsstandort abgelehnt werde. Die Verwaltung sollte eine entsprechende Anfrage an die zuständige Planungsbehörde, den Regionalverband Ruhr (RVR), richten. Das tat sie dann auch und erhielt eine Antwort, die nicht für die erwartete Klarheit sorgte.

Die Barmingholtener Bürgerinitiative nahm daraufhin selbst Kontakt zu einem RVR-Referatsleiter auf. Dessen Ausführungen sind nach Einschätzung der Bürgerinitiative „sehr präzise und lassen in punkto Klarheit keine Wünsche mehr offen“. So zitiert die Bürgerinitiative aus dem Antwortschreiben: „Wenn ein Kooperationsstandort aus dem Verfahren fällt und nicht als ein solcher verabschiedet wird, gilt bis zur Verabschiedung des neuen Regionalplans Ruhr (welcher den GEP99 ersetzt) dann der aktuell rechtskräftige GEP99 weiter. Einer Stadt stünde es dann frei gemäß den hierfür geltenden planerischen Vorgaben des GEP99 die Flächen zu entwickeln oder nicht.“ Die Bürgerinitiative hat den schriftlichen Nachweis an Dinslakens Bürgermeisterin Michaela Eislöffel und die Vorsitzenden der Ratsfraktionen weitergeleitet. „Wir erwarten, dass dies nun zu der gemeinsamen, von allen Parteien angekündigten Entscheidung führt, den Kooperationsstandort Barmingholten abzulehnen und dies in der Stellungnahme zum Sachlichen Teilplan entsprechend zu formulieren“, so die Bürgerinitiative, die bei der Erstellung einer  Stellungnahme behilflich sein will.