1. NRW
  2. Städte
  3. Dinslaken

Dinslaken: Bürgerbegehren gegen den Bahnhofsvorplatz

Dinslaken : Bürgerbegehren gegen den Bahnhofsvorplatz

Die Initiatoren der UBV haben Einwände gegen die geplante Verkehrsführung bei der Neugestaltung des Platzes.

Der Vorsitzende der UBV Dinslaken, Karl-Heinz Kathöwer, strengt gemeinsam mit UBV-Geschäftsführer Bastian Brücker und Volker Berenthien, ebenfalls UBV-Mitglied, ein Bürgerbegehren gegen den geplanten Umbau des Bahnhofsvorplatzes an.

Dabei geht es den Initiatoren vor allem um die damit einhergehende Änderung der Verkehrsführung: Diese sieht vor, dass man nicht mehr am Bahnhof vorfahren kann. Die Anfahrt soll nach den Plänen der Architekten nur noch über die Bahnstraße erfolgen. Wenn die Stadt die noch ausstehende Kostenschätzung für den Vorschlag des Bürgerbegehrens erstellt hat, beginnen die Initiatoren, Unterschriften zu sammeln.

Der geplante Umbau, so die Begründung des Begehrens, führe "zu einer schlechten Erreichbarkeit des Bahnhofs, insbesondere für ältere und behinderte Nutzer sowie Berufspendler". Die vorgesehene Umgestaltung habe eine Verkehrskonzentration im Bereich der Wilhelm-Lantermann-/Bahn- und Wielandstraße und damit eine zusätzliche Belastung der Anwohner zur Folge. "Die angespannte Haushaltssituation lässt Investitionen in Millionenhöhe mit den zu erwartenden Folgekosten nicht zu", finden die Initiatoren.

Man sei nicht grundsätzlich gegen eine Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Aber "acht Millionen Euro Kosten, und das bei dieser Verkehrsführung - das versteht kein Bürger mehr", kritisiert Heinz Brücker. Zunächst war bei den Umbauplänen von zwei, dann von vier Millionen Euro Kosten die Rede. Im August teilte die Verwaltung mit, man schätze die Kosten nun auf acht Millionen Euro - weil der "zu beplanende Bereich größer" geworden wäre. Es gehe der UVB daher vorrangig darum, die jetzige Verkehrsführung zu erhalten. "Das klappt doch im Moment wunderbar", findet Volker Berenthien. Den Verkehr vom Platz zu nehmen - das sei "einfach nicht bürgerfreundlich".

Schon im April 2016 hatte die UBV im Rat eine schriftliche Bürgerbefragung zu dem Thema beantragt. Der Rat lehnte das Ansinnen ab - auch mit Verweis auf eine TED-Befragung im Rahmen des Bürgerforums zur Neugestaltung des Bahnhofsplatzes. Daran, so Karl-Heinz Kathöwer, hätten aber nur 44 Bürger teilgenommen. 3300 Unterschriften benötigen die Initiatoren des Bürgerbegehrens nun, damit sich der Stadtrat damit befasst. Anders als bei den Bürgerbegehren zur Bäderlandschaft sei man diesmal nicht an eine Frist gebunden. Sollte der Stadtrat das Bürgerbegehren formal für rechtmäßig befinden, ihm inhaltlich aber nicht zustimmen, müssen die Bürger in einem Bürgerentscheid über das Thema abstimmen.

Die Initiatoren sind optimistisch, die erforderlichen Stimmen zu erhalten: Bei einer eigenen Umfrage der UBV im vergangenen Jahr hatten sich in etwa einer Woche 1200 Bürger für eine "kostengünstige Renovierung" des Vorplatzes ausgesprochen.

(aha)