Dinslaken: Bürger sollen Lohberg mitgestalten

Dinslaken : Bürger sollen Lohberg mitgestalten

Bei einem Beteiligungsverfahren können Dinslakener bis zum 4. Mai Anregungen zur Anpassung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes Lohberg einreichen.

Der Planungs-, Umweltschutz-, Grünflächen- und Stadtentwicklungsausschuss der Stadt hat am 12. März beschlossen, dass die Stadt mit dem Verfahren zur Überarbeitung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für den Stadtteil Lohberg beginnen soll. Die Stadt führt dazu ein Beteiligungsverfahren durch.

Alle Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich zum Änderungsentwurf des Konzeptes zu äußern und ihre Anregungen der Stadt mitzuteilen: Einsehbar ist der Entwurf im Technischen Rathaus, Stabsstelle Stadtentwicklung, Hünxer Straße 81, 1. Obergeschoss, jeweils montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr. Die Unterlagen gibt es auch auf der Homepage der Stadt. Zu finden sind sie unter dem Link www.dinslaken.de/de/wirtschaft-wohnen/aktuelle-planungen-09.03.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit zur Anpassung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für den Bereich Lohberg findet ab sofort bis zum 4. Mai statt. Bis zu diesem Datum können Bürgerinnen und Bürger Anregungen und Stellungnahmen an folgende Adresse schicken: Stadt Dinslaken, Stabsstelle III.4.1, Hünxer Straße 81, 46537 Dinslaken, Für Rückfragen ist Marcus Beck von der Stadt Dinslaken unter der Telefonnummer 02064 66-372 erreichbar. Im Rahmen des Prozesses ist eine besondere Beteiligung der Akteure im Stadtteil Lohberg vorgesehen. Der Termin wird noch rechtzeitig bekanntgegeben. Die Einzelhandelsstrukturen am Johannesplatz in Lohberg bieten grundsätzlich Möglichkeiten zur Grundversorgung. Jedoch wird der Johannesplatz, der im Einzelhandels- und Zentrenkonzept zugeschriebenen Versorgungsfunktion nur eingeschränkt gerecht. In den vergangenen fünf Jahren habe trotz großer Bemühungen seitens der Stadt und der Prüfung verschiedener Möglichkeiten kein Einzelhandelsbetrieb im Ortskern Lohberg angesiedelt werden können, teilt die Verwaltung mit. Da eine Ansiedlung auch zukünftig nicht gesehen wird, müsse das Nahversorgungszentrum überprüft werden. Um die künftige Versorgung in Lohberg zu gewährleisten, seien weitere Standorte für die Realisierung eines Nahversorgers gesucht worden. Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Lohberg (Fläche ehemaliges Gesundheitshaus) besteht die Chance, einen Einzelhandelsbetrieb in betriebswirtschaftlich sinnvoller Größe zu errichten. Dieser Betrieb soll den Stadtteil Lohberg versorgen, aber die bestehenden Standorte außerhalb Lohbergs nicht schädigen. Deshalb wurden in einer Verträglichkeitsprüfung die Auswirkungen unterschiedlicher Betriebsformen und -größen ermittelt. Es ergeben sich die Möglichkeiten, einen Discounter bis maximal 800 Quadratmeter, einen Lebensmittel-Vollsortimenter bis maximal 1400 Quadratmeter oder eine Kombination aus Vollsortimenter (1000 Quadratmeter) und einem Getränkemarkt (600 Quadratmeter) nach Lohberg zu bringen. Gespräche brachten das Ergebnis, dass ein Vollsortimenter in dieser Größe nicht mehr projektiert wird und somit keine Chancen auf Ansiedlung bestehen. Gespräche des Grundstückseigentümers mit einem Discounter sehen eine Möglichkeit für einen Lebensmittelmarkt.

Planungsrechtlich ist dieser zulässig und wäre kurzfristig realisierbar. Eine Ansiedlung auf dem ehemaligen Zechengelände lässt sich nicht verwirklichen, ohne dass negative Auswirkungen auf den zentralen Versorgungsbereich am Johannesplatz erwartet werden. Um aber überhaupt die Nahversorgung im Stadtteil zu verbessern und Entwicklungen an der Hünxer Straße zu ermöglichen, soll der zentrale Versorgungsbereich aufgehoben werden.

(mt)
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