Dinslaken: Bündnis gegen Stillstand wirbt für ein Nein beim Bürgerentscheid

Dinslaken: Bündnis gegen Stillstand wirbt für ein Nein beim Bürgerentscheid

SPD, CDU und BND machen sich gemeinsam stark für Veränderung und die dringend notwendige Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Dinslaken.

SPD, CDU und die Bewegung für nachhaltige Politik (BNP) haben ein "Aktionsbündnis gegen Stillstand" geschmiedet. Gemeinsam wollen sie für ein Nein beim bevorstehenden Bürgerentscheid zum Bahnhofsvorplatz werben. Bei diesem Bürgerentscheid, über den die wahlberechtigten Dinslakener am Sonntag, 10. Juni, abstimmen, geht es um die Frage: Sind Sie für die Beibehaltung der derzeitigen Verkehrsführung sowie der Parkplatzsituation bei der Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes? Die Unabhängige Bürgervertretung (UBV), aus deren Reihen die Initiatoren des erfolgreichen Bürgerbegehrens stammen, ist gegen die bisherigen Neugestaltungspläne der Stadtverwaltung.

Die aktuelle Parkplatzsituation ist nach Aussage von Reinhard Wolf, Vorsitzender der Dinslakener SPD, unerträglich. Anwohner des Bahnhofsumfeldes fänden kaum einen Stellplatz, die Parkplätze für Pendler reichten nicht aus. Abholer von Zugreisenden hielten ihren Wagen meist auf dem Zebrastreifen vor dem Bahnhofseingang. Hinzu komme, dass das Umfeld für viele Bürger wegen schlechter Ausleuchtung, Schmutz und Sachbeschädigungen "zu einem Angstraum verkommen" sei. "Das Aktionsbündnis will Veränderung und keinen Stillstand. Deswegen ein klares Nein beim Bürgerentscheid", so Wolf. Unterstützt werden die Pläne für den Bau eines Pendlerparkplatzes, auch setzt man sich für ein neues Beleuchtungskonzept ein. Einziges Highlight des Platzes sei der neu gestaltete Kiosk.

Rainer Hagenkötter, Vorsitzender der Dinslakener CDU, erinnert daran, dass die Kreuzungen vor dem Bahnhof regelmäßig durch Busse blockiert sind, was zu Staus und chaotischen Zuständen führe. "Fußgänger und Radfahrer sind besonders gefährdet." Die komplette Verkehrsführung am Bahnhof müsse dringend verändert werden. Befürwortet werde vom Bündnis der Plan, ein Fahrradparkhaus am Bahnhof zu errichten.

Auf die Hindernisse, die auf dem Bahnhofsvorplatz vorhanden sind, macht Thomas Koch, Fraktionsvorsitzender der BNP, aufmerksam und spricht von Stolperfallen und Barrieren. "Der Platz ist nicht barrierefrei gestaltet, die Fußgänger werden nicht richtig über den Platz geführt", so Koch. Das Aktionsbündnis setzt sich für eine geordnete und aufgeräumte verkehrliche Situation ein. Da der Bahnhofsvorplatz bis 2022 barrierefrei gestaltet werden müsse und die Stadt jetzt die Chance habe, Fördergelder für das Projekt zu akquirieren, wirbt das Bündnis für ein Nein beim Bürgerentscheid. Erst durch ein Nein werde der Weg frei für einen Planungsprozess, an dem die Bürger beteiligt werden.

Das Aktionsbündnis informiert auf den Feierabendmärkten am 18. Mai und 1. Juni, steht am 9. Juni mit einem Infostand auf der Neustraße und ist auch auf Facebook vertreten.

(hsd)