BNP-Fraktion im Dinslakener Stadtrat ist aufgelöst

Projekt ist beendet : BNP-Fraktion im Rat Dinslaken ist aufgelöst

Malte Kemmerling und Thomas Koch machen als Stadtverordnete bis zur Kommunalwahl weiter.

Für Thomas Koch und Malte Kemmerling war ihre Zusammenarbeit in der Fraktion der Bewegung für nachhaltige Politik (BNP) ein Projekt. „Und dieses Projekt ist mit dem neuen Jahr beendet, es war nicht langfristig angelegt“, erklärte Thomas Koch am Neujahrstag gegenüber der RP. Er und sein bisheriger Fraktionskollege haben die BNP-Fraktion zum 31. Dezember 2019 aufgelöst. Beide werden ihre Mandate als Stadtverordnete behalten und ihre Arbeit im Dinslakener Stadtrat bis zur bevorstehenden Kommunalwahl fortsetzen.

Und auch darüber hinaus möchten Kemmerling und Koch sich weiterhin politisch betätigen. Wie und in welcher Form, das wird sich noch entscheiden. Beide bekundeten übereinstimmend ihren Willen, auch zukünftig Dinge in der Stadt Dinslaken zu gestalten. Thomas Koch bekundete sein Interesse an Sachthemen und Projekten, wie Nahmobilität, Entwicklung des Trabrennbahnareals und Stadtteilentwicklung. Sein künftiges Engagement in diesen Bereichen sieht er allerdings nicht an Parteien, Fraktionen oder ein Mandat gebunden. Einen Sitz im nächsten Stadtrat strebt er nicht an, doch kann er sich vorstellen, beispielsweise als sachkundiger Bürger in Fachgremien konstruktiv mitzuarbeiten. „Politik kann man nicht nur als Ratsmitglied machen, viele Türen stehen offen“, sagte Malte Kemmerling. Aktiv habe er keine Gespräche mit anderen Fraktionen über seine politische Zukunft geführt, wenngleich mal beim Bierchen nach einer Ratssitzung inoffiziell darüber gesprochen worden sei. Den Kommunalwahlkampf will er interessiert verfolgen, aber sein Name werde auf keiner politischen Liste für die Wahl stehen.

Thomas Koch. Foto: Büttner, Martin (m-b)

Malte Kemmerling und Thomas Koch gehörten früher der Fraktion der Grünen an, die sie 2016 verließen, sich zusammenschlossen und die BNP gründeten. Die war von ihnen als Projekt angesehen worden, das nun beendet ist. Kemmerling und Koch haben nach eigener Aussage nicht vorgehabt, eine Partei oder Wählergemeinschaft zu gründen. „Für das Wahljahr 2020 stellen sich jetzt alle Parteien, Fraktion und Gruppierungen neu auf und wir jetzt auch“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Koch und Kemmerling. Sie wünschen sich für die Zukunft, „dass alle demokratischen Parteien im jetzigen und den folgenden Stadträten mehr Mut in der offenen sachlichen Auseinandersetzung beweisen, damit zukunftsweisende und nachhaltig positive Entscheidungen getroffen werden und somit extreme Randparteien in unserer Stadt bedeutungslos bleiben“.