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Bistum Münster: Ein Altar für den Verbandssitz der Caritas in Voerde

Ein Geschenk vom Bistum Münster : Ein Altar unter Bäumen für die Caritas

Mit einem Lkw wurde der fünf Tonnen schwere Stein zum Sitz des Wohlfahrtsverbandes in Voerde transportiert und dann mit Hilfe eines Autokrans auf sein Fundament gestellt. Er steht nun im Freien, im Zentrum des Laurentiusplatzes.

Den Laurentiusplatz in Friedrichsfeld schmückt nun ein Altar, gefertigt aus Ippenbürer Sandstein. Er wurde am Mittwoch im Innenhofbereich des Verbandssitzes der Caritas aufgestellt und wird künftig für Außengottesdienste, die auf dem großzügig angelegten Gelände gefeiert werden, genutzt. Darauf freut sich schon jetzt Caritasdirektor Michael van Meerbeck, der auch Diakon ist. „Der Altar ist wie die Kapelle und der Kreuzweg am Laurentiusplatz ein Zeichen für den Ausgangspunkt der Caritas und ihres Engagements“, sagt van Meerbeck. „Sie sind nicht nur Zeichen, sondern stehen im Gebrauch für das Gebet und die Gottesdienste.“

Seit die Caritas ihren Sitz von Dinslaken nach Friedrichsfeld verlegt hat, werden auf dem Gelände des Laurentiusplatzes Gottesdienste gefeiert – wenn es die Witterung zulässt auch im Freien unter den großen Bäumen. Da sich Michael van Meerbeck dachte, dass es schön wäre, wenn sich die Gläubigen um einen Altar versammeln könnten, fragte er Generalvikar Klaus Winterkamp vom Bistum Münster, ob es möglich wäre, für diesen Zweck einen Altarstein überlassen zu bekommen.

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Die Antwort des Stellvertreters des Bischofs von Münster fiel positiv aus. Schnell war der Altarstein gefunden, der in Handorf eingelagert war. Der Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel erhielt ihn als Geschenk, wie van Meerbeck berichtet. Die Dinslakener Baufirma Kahmann kümmerte sich um den Transport des tonnenschweren Objektes, das mit einem Lkw nach Voerde gebracht wurde.

Vorher war bereits ein Fundament für den Altar auf dem Laurentiusplatz gegossen worden. Als der Stein sein Ziel erreicht hatte, wurde er mithilfe eines Autokrans vom Lkw gehoben und dann an seinem künftigen Standort in die richtige Position gebracht. Er steht nun in zentraler Lage, im Freien unter Bäumen auf dem Caritasgelände. In nächster Zeit soll der Bereich um den Altarstein gepflastert werden, sodass eine Insel entsteht. Außerdem ist vorgesehen, eine Überdachung zu bauen, damit der Ippendorfer Sandstein nicht direkt den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist.

 Der Einsatz eines Autokrans war notwendig, um den fünf Tonnen schweren Stein zu positionieren.
Der Einsatz eines Autokrans war notwendig, um den fünf Tonnen schweren Stein zu positionieren. Foto: Heinz Schild

„Für die Platzgestaltung ist der Altar ein schönes Zeichen“, sagt Caritasdirektor Michael van Meerbeck. Er sieht dieses kirchliche Objekt auch als „ein Erinnerungszeichen, dass es diesen Gott für uns tatsächlich gibt, der uns den Auftrag erteilt hat, die Liebe Gottes in die Welt zu tragen. Mit allen Fehlern, die wir als Menschen haben, machen wir uns daran, diesen Auftrag zu erfüllen.“ Daran soll der Altar erinnern, er sei kein Denkmal, sondern werde belebt, wie der Kreuzweg mit seinen 14 Stationen, der sich ebenfalls auf dem Caritasgelände befindet. Der Laurentiusplatz ist für van Meerbeck ein fester Ort des Betens, aber natürlich auch eine Schulungs- und Fortbildungsstätte für die rund 1800 Mitarbeitenden der Caritas sowie ein Ort der Begegnung und des Austauschs.

Bereits jetzt werden regelmäßig Gottesdienste bei der Caritas in Friedrichsfeld gefeiert, jeden Dienstag ab 18 Uhr, zudem kommen die Schwestern dort jeden Tag um 17.30 Uhr zur Vesper in der Kapelle zusammen. Wenn der Altarstein seine Überdachung erhalten hat und der Boden drumherum mit Pflastersteinen befestigt worden ist, soll ein feierlicher Gottesdienst im Freien auf dem Laurentiusplatz gefeiert werden.

Für das St.-Benedikt Haus, das der Caritasverband an der Trabrennbahn in Dinslaken betreibt, wünscht van Meerbeck sich ebenfalls einen Altar, der vor der Altenpflegeeinrichtung aufgestellt werden soll. Damit könnten auch dort sommerliche Gottesdienst im Freien zelebriert werden.