Voerde: BIG Spellen plant im Dorfkern ein kostenfreies WLAN

Voerde : BIG Spellen plant im Dorfkern ein kostenfreies WLAN

Dazu sollen EU-Mittel in Richtung Rheindorf fließen. Stadt Voerde hat sich für das Projekt bereits registriert.

Vor einem Jahr wurde Günter Ladda vom Vorstand der BIG (Bürger-Interessen-Gemeinschaft) Spellen durch einen Zeitungsartikel auf den eher schleppenden Ausbau von WLAN-Netzen im öffentlichen Bereich aufmerksam. "Ich dachte mir, da müsste man mal etwas machen", sagte er sich und ergriff die Initiative. "Von Berlin bis Emmelsum sagen alle Politiker, dass in dem Bereich etwas gemacht werden muss. Aber wenn man etwas machen möchte, heißt es: Nicht so schnell", sagt Günter Ladda. Schnell soll es allerdings gehen, wenn es um die Vernetzung des Spellener Marktplatzes geht. Die BIG Spellen ist hier in Vorleistung gegangen und hat sich schon mal ein Angebot eingeholt, wie teuer die Einrichtung eines öffentlichen WLAN-Netzes im Dorfkern sein könnte. "Die Hardware würde etwa 1000 Euro kosten und die Installation nochmal etwa 750 Euro", erklärt Günter Ladda. Selbst wenn man großzügig mit 2500 Euro plant, wären das keine Unsummen für den Aufbau eines öffentlichen Hotspots. Dafür soll man dann ein WLAN-Netz bekommen, das den Dorfkern von der Einfahrt der Friedrich-Wilhelm-Straße über den Dorfplatz bis etwa auf Höhe der Sparkasse versorgt.

"Wir hatten auch schon mal über verschiedene Hotspots nachgedacht. Allerdings gäbe es dann das Problem, dass sich die Nutzer immer wieder neu einwählen müssten", erklärt das Vorstandsmitglied der BIG. Das Konzept sieht vor, dass sich Nutzer einmal anmelden müssen und dann das WLAN vor Ort kostenlos nutzen können. "Man könnte natürlich beim Einwählen auf eine Internetseite leiten, auf der es Informationen über die Stadt oder Angebote der Gewerbetreibenden vor Ort geben könnte. In der Hinsicht ist alles offen", sagt Günter Ladda. Das WLAN soll über Nacht abgeschaltet werden, um zu vermeiden, dass Nutzer die Anwohner stören. Der kostenfreie Zugang zum Internet soll dabei die Attraktivität des Dorfplatzes erhöhen, für Besucher, vorbeikommende Radfahrer oder auch für die Jugendlichen aus dem Dorf. Die laufenden Kosten dafür sollen sich auf etwa 100 Euro belaufen. Also keine großen Summen für den Zugang zum Internet. "Ich finde, dass könnte die Stadt sich auch trotz Haushaltssicherung leisten", sagt Günter Ladda.

Das ist aber nicht mal notwendig, denn die EU-Kommission hat mit dem Programm WIFI4EU ein Programm zur Förderung von öffentlichen Hotspots ausgeschrieben. "Wir können uns als BIG nicht daran beteiligen, deswegen haben wir uns an die Stadt gewandt", erklärt Günter Ladda. Dort hat man sich bereits für das Projekt registriert.

Wenn am 13. Mai der Startschuss fällt, muss die Stadt schnell handeln. Die ersten 80 deutschen Kommunen, die einen Antrag einreichen, werden mit bis zu 15. 000 Euro gefördert, um den Ausbau von Hotspots im öffentlichen Raum weiter betreiben zu können. "Das würde reichen, um auch in den anderen Stadtzentren wie Friedrichsfeld und Möllen oder am Rheinufer in Götterswickerhamm weitere WLAN-Hotspots einzurichten", sagt Günter Ladda. "Jeder schaut heute nach freiem Internet und das wäre eine gute Möglichkeit, die Attraktivität überall in der Stadt zu erhöhen", sagt das Vorstandsmitglied der Bürger-Interessen-Gemeinschaft.

(fla)
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