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Dinslaken: Betuwe: langsame Fortschritte

Dinslaken : Betuwe: langsame Fortschritte

Den Durchbruch bei allen Problemen mit der Betuwe-Linie konnten sie nicht verkünden, aber Sabine Weiss, Michael Groschek und Holger Schlierf, die die Region im Projektbeirat vertreten, berichteten gestern von Fortschritten.

Die Region lässt sich nicht auseinander dividieren. Dies zu betonen, war der CDU-Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss, ihrem SPD-Kollegen Michael Groschek sowie dem Hamminkelner Bürgermeister Holger Schlierf, der Sprecher der Anrainer-Kommunen ist, wichtig.

Nur so sei es möglich, den Interessen der Bürger längs der Strecke das gebührende Gewicht zu verleihen. Nach der jüngsten Sitzung des Projektbeirats in Berlin, in dem neben den Politikern und dem Sprecher der Kommunen Vertreter des Bundesverkehrsministeriums und der Bahn sitzen, berichteten die drei gestern vor der Presse in Dinslaken von neuerlichen Fortschritten. Damit seien zwar längst noch nicht alle Probleme gelöst, aber es gibt, wie es Sabine Weiss formulierte, "Anlass zu vorsichtigem Optimismus".

Thema Sicherheit Hier hatten die Feuerwehren entlang der Strecke das Gefühl, von der Bahn nicht hinreichend ernst genommen zu werden. Damit ist es, wie die drei Projektbeiratsmitglieder berichteten, vorbei. Das Bundesverkehrsministerium habe klargestellt, dass die Bahn mit den Feuerwehren vor Ort "in Augenhöhe" verhandeln müsse. Auf dieser Basis soll nun ein auf die unterschiedlichen Anforderungen an der Strecke zugeschnittenes Sicherheitskonzept entwickelt werden, mit dem die Feuerwehren vor Ort leben können.

Thema Blockverdichtung Dieses Thema sorgt immer wieder für Unruhe, weil es Befürchtungen gibt, dass die Bahn mit diesem technischen Konzept den wachsenden Verkehr auf der Betuwe-Strecke auch ohne drittes Gleis bewältigen könnte. Im Projektbeirat sei dazu eindeutig klargestellt worden, dass das dritte Gleis auf jeden Fall kommen werde. Der Bau des Lärmschutzes soll vorgezogen werden, allerdings nur, wenn für die jeweiligen Streckenabschnitte das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist. Die Anwohner werden sich also damit abfinden müssen, dass sie bei ansteigenden Zugzahlen durch Blockverdichtung eine Weile ohne den Lärmschutz auskommen müssen.

Thema Lärmschutz Nicht gelungen ist es, den so genannten Schienenbonus "wegzuverhandeln". Der billigt der Bahn bei ihren Bauvorhaben weniger strenge Grenzwerte für die Lärmbelastung zu. Allerdings habe man sich im Projektbeirat verständigt, dass die Bahn das, was ihr der Schienenbonus bringt, mit innovativem Lärmschutz und einem lärmabhängigen Streckenpreissystem soweit ausgleicht, dass die Anwohner der Betuwe-Linie unter keinen höheren Lärmbelastungen zu leiden haben als die anderenorts.

Internet Bisherige Berichterstattung unter www.rp-online.de/dinslaken

Hier geht es zur Bilderstrecke: Ein Leben am Bahnübergang

(RP/rl)