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Dinslaken: Betuwe-Initiative ist von der Bahn "entsetzt"

Dinslaken : Betuwe-Initiative ist von der Bahn "entsetzt"

Ihre Sorgen wegen des Ausbaus der Bahnstrecke Oberhausen-Emmerich zur internationalen Gefahrguttrasse sehen die Betuwe-Bürgerinitiativen nach dem Dinslakener Unfall bestätigt. Mehr noch. "Entsetzt sind wir, dass die Deutsche Bahn AG die Feuerwehren noch nicht mal informiert, geschweige denn alarmiert, trotz hoch explosiver Ladung", sagte Gert Bork, Sprecher der Anrainer-Initiativen. Und er zog Parallelen zur Katastrophe von Viareggio 2009.

Damals entgleiste im Bahnhof der italienischen Stadt ein Güterzug, beladen mit Butangas, dessen Ladung zum Teil explodierte. 32 Menschen starben. "In Dinslaken ist ein Zug mit neun Waggons mit Flüssiggas und Kältemittel entgleist - viel Glück bewahrte die Anwohner vor einer Katastrophe", sagte Bork. Nur durch Zufall habe Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen von dem Fall erfahren. Vor diesem Hintergrund untermauerte Bork die Forderung, dass das Bund der Bahn Geld für die von den Wehren geforderte Sicherheitstechnik bewilligen müsse.

Unterdessen blickte der Weseler Arbeitskreis Bahn aus Vertretern aus Politik, Bürgerinitiative und Verwaltung auf den Erörterungstermin zurück. Dessen Abbruch eröffne die Chance, noch schriftlich tiefer gehende Ausführungen zu den bereits eingereichten Einwendungen nachzureichen, riefen Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und Arbeitskreis die Anwohner auf, mit ihren Aktivitäten fortzufahren.

(RP)