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Dinslaken: Betuwe-Gipfel: Hoffen auf Antworten

Dinslaken : Betuwe-Gipfel: Hoffen auf Antworten

Der Verband der Bürgerinitiativen entlang der Betuwe-Linie begrüßt die Initiative der hiesigen SPD-Landtagsabgeordneten Norbert Meesters und Stefan Zimkeit sowie der CDU-Bundestagsabgeordneten Marie-Luise Dött und Sabine Weiss, zu einem zweiten Betuwe-Gipfel einzuladen. Die Initiativen empfehlen Anwohnern und interessierten Bürgern, an der Veranstaltung morgen, Beginn 18 Uhr, in der Kathrin-Türks-Halle teilzunehmen.

Nachdem in der vergangenen Woche die Finanzierungsvereinbarung von Vertretern von Land und Bund unterzeichnet worden ist, werden auf dem Gipfel in Dinslaken Verantwortliche aus der ersten Reihe — so Landesverkehrsminister Michael Groscheck — Stellung beziehen. Weitere Teilnehmer sind Reiner Latsch von der Deutschen Bahn AG, der Reeser Bürgermeister Christopf Gerwers und Lothar Ebbers von der Bürgerinitiative "Betuwe — so nicht" (Oberhausen). "Auf dem zweiten Betuwe-Gipfel wollen wir die das Gesamtprojekt betreffenden Fragen aufgreifen und für Antworten sorgen, während die Detailfragen in den laufendenden Planfeststellungsverfahren thematisiert werden", heißt es in der Einladung der vier Abgeordneten zu dem von ihnen initiierten Gipfel. "Die Bedeutung der Betuwe-Linie ist nicht zu unterschätzen, denn die umfangreichen Maßnahmen werden das Stadtbild und den öffentlichen Nahverkehr in den betroffenen Kommunen entlang der Trasse für die nächsten 50 Jahre prägen", stellt der Verband der Bürgerinitiativen fest.

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Den Betuwe-Ortstermin, der vergangene Woche in Rees-Haldern stattfand (die RP berichtete), bewertet der Verband der Bürgerinitiativen als vertane Chance. Die Kommunen sparten zwar Millionen an Eigenmitteln für den Bahnbau, der sie sonst an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht hätte. Die Bahn baue ein Gleis, das sie dringen brauche, das vom Steuerzahler bezahlt werde. "Außer Wahlkampfgetöse und schönen Worten gab es nur eine einzige handfeste Zusage. Ein ICE wird auf den Namen Emmerich getauft", stellt Betuwe-Verbandssprecher Gert Bork in einer Pressemitteilung fest. Der Schallschutz sei aus dem vorigen Jahrhundert. In Sachen Sicherheit werde der höchste internationale Standard versprochen und dann wieder zurückgerudert.

Die Bürgerinitiativen bieten im Internet weitere Informationen sowie ein breites Meinungsbild unter www.betuwe-niederrhein.de

(RP)