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Voerde: Betuwe: Bürger sensibilisieren

Voerde : Betuwe: Bürger sensibilisieren

In Sachen Ausbau der Bahnstrecke ziehen die Bürgerinitiative "Betuwe-Linie – so nicht" und die Stadt Voerde an einem Strang. Die Bürger sollen ihre persönliche Betroffenheit erkennen und Einwendungen formulieren.

In Sachen Ausbau der Bahnstrecke ziehen die Bürgerinitiative "Betuwe-Linie — so nicht" und die Stadt Voerde an einem Strang. Die Bürger sollen ihre persönliche Betroffenheit erkennen und Einwendungen formulieren.

Die Stadt und die Voerder Bürgerinitiative "Betuwe-Linie — so nicht" gehen davon aus, dass in den nächsten Wochen die öffentliche Auslegung der Unterlagen für den geplanten Ausbau der Bahnstrecke auf dem Teilstück zwischen der Stadtgrenze Dinslaken/Voerde und der Grenzstraße stattfindet. Dann ist der Bürger am Zug und kann seine persönlichen Einwendungen zu dem Vorhaben geltend machen. Damit die Voerder ihre Betroffenheiten erkennen, lädt die Bürgerinitiative vorher zu einer Informationsveranstaltung ein. Diese findet am kommenden Dienstag, 15. Mai, Beginn 17 Uhr, in der Aula des Gymnasiums Voerde statt. Auch Vertreter der Verwaltung (Rechtsamtsleiter Dr. Steffen Himmelmann, Planungsamtsleiter Hans-Martin Seydel und Beigeordneter Wilfried Limke) werden dann als Ansprechpartner zu Verfügung stehen.

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"Wir wollen die Bürger sensibilisieren, ihre ganz persönlichen Einwendungen ins Verfahren einzubringen. Sie dürfen sich nicht darauf verlassen, dass sich jemand anders um ihre Interessen kümmert", sagte Heinz Markert, Vorsitzender der Voerder Bürgerinitiative "Betuwe-Linie — so nicht". Betroffen seien nicht nur die direkten Anlieger an der Bahnstrecke, sondern auch die Bürger, die mehrere Hundert Meter entfernt wohnten. Es gehe beispielsweise um Bahn-Lärm, Erschütterungen, gesundheitliche Beeinträchtigungen und Preisverfall bei Grundstücken.

Die Auslegung dauert vier Wochen, anschließend haben die Voerder zwei Wochen Zeit, ihre Einwendungen, Bedenken und Anregungen einzureichen. Danach besteht diese Möglichkeit nicht mehr.

In der Infoveranstaltung der Bürgerinitiative wird die Verwaltung das anstehende Verfahren transparent machen, auf Knackpunkte hinweisen und dem einen oder anderen Bürger Hinweise auf sein Grundstück geben, sagte Bürgermeister Leonhard Spitzer. Der Verwaltungschef stellte fest: "Der Betroffene muss aktiv werden." Die Pläne werden während des Auslegungszeitraums im Voerder Rathaus einzusehen sein und von der Verwaltung online gestellt, erläuterte Beigeordneter Wilfried Limke.

Eine Kernforderung von Bürgerinitiative und Kommune ist ein durchgängiger Lärmschutz beidseitig der Bahnlinie auf Voerder Stadtgebiet. Heinz Markert setzt auf die Solidarität der Menschen in der Stadt. "Einigkeit macht stark", sagt der Vorsitzende und appelliert an die Bürger, nicht voreilig für die Betuwe-Linie benötigte Grundstücke an die Bahn zu verkaufen. Vielmehr sollten die Betroffenen sich mit der Bürgerinitiative abstimmen, um so gemeinsam Druck auf die Bahn auszuüben.

(RP/rl)